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27. März 2007
VÖB-Analysten sehen europäischen Aktienmarkt nur langfristig optimistisch

Berlin

Die Analysten aus sechs Mitgliedsbanken des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, prognostizieren auf Grund der gegenwärtig überwiegend schwächeren Daten der US-Wirtschaft mehrheitlich Kursrückgänge bei den Aktienindizes. Die jüngste Kurskorrektur und der damit verbundene sprunghafte Anstieg der Volatilität machten deutlich, dass sich die Aktienmärkte auf einem schmalen Grat bewegen.

Angesichts der deutlich über dem langfristigen Trend liegenden Unternehmensgewinne werde die Luft für weitere Ergebnissteigerungen der Unternehmen dünner. Da das Gros der Produktivitätsreserven in den Unternehmen bereits in den vergangenen Jahren gehoben wurde, rechnet die Mehrheit der VÖB-Analysten mittelfristig wieder mit einer Normalisierung der derzeit noch ausgesprochen günstigen Rentabilitätsverhältnisse. Auch wenn viele Marktteilnehmer weiterhin auf eine sehr gute Entwicklung am Aktienmarkt setzen, drohten durchaus negative Überraschungen.

Für die Entwicklung des DAX auf drei und auf sechs Monate stellen die VÖB-Experten folgende Prognosen:

DAX / in 3 Monaten Juni 2007 / in 6 Monaten September 2007
BayernLB / 6.700 / 7.000
DekaBank / 7.000 / 7.200
Helaba / 6.400 / 6.200
HSH Nordbank / 6.600 / 6.900
NORD/LB / 6.400 / 6.500
WestLB AG / 6.900 / 6.600

Referenz: DAX am 26. März 2007: 6.800

Mit Blick auf den US-amerikanischen Aktienmarkt zeigen sich die Experten der VÖB-Banken skeptisch. Die Konjunktur sei durch zahlreiche Unsicherheiten belastet (Wohnungsbau, privater Verbrauch), die zu einer längeren Phase mit einem Wachstum am unteren Rand des Potenzialpfades bei gleichzeitig anhaltend angespannten Kerninflationsraten führen wird (Stagflation light). So ist es auch noch nicht ausgemacht, dass es 2007 tatsächlich zu Leitzinssenkungen der amerikanischen Notenbank kommen wird.

In Euroland könnten im zweiten Halbjahr 2007 die positiven Effekte auf dem Arbeitsmarkt zu einer Stabilisierung auf den Aktienmärkten führen. Weitere Unternehmensübernahmen in vielen Branchen können die Kurse weiter unterstützen, würden jedoch nicht zu übermäßigen Zuwächsen bei den entsprechenden Indizes führen.


Der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, vertritt die Interessen von 62 Mitgliedsinstituten, darunter die Landesbanken sowie die Förderbanken des Bundes und der Länder. Mit einer Bilanzsumme von 1.848,9 Mrd. EUR (Ende 2005) beläuft sich der Marktanteil der VÖB-Banken auf 27 % des deutschen Bankenmarktes. Die VÖB-Banken beschäftigen 99.092 Mitarbeiter (inkl. Auszubildenden).

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