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23. Mai 2007
VÖB-Zinsprognose sieht weiteren Anstieg der Kapitalmarktzinsen und Erhöhung der EZB-Leitzinsen

Frankfurt am Main

Die Aussicht auf einen nachhaltigen wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland und in Europa hat die langfristigen Zinsen auf den höchsten Stand seit drei Jahren getrieben: Erstmals seit Juni 2004 versprechen zehnjährige Bundesanleihen wieder eine Rendite von mehr als 4,25 Prozent. Die Volkswirte der an der heutigen 24. VÖB-Zinsprognose- Pressekonferenz in Frankfurt am Main beteiligten Banken rechnen mit einem anhaltend kräftigen Wirtschaftswachstum in Euroland. Diese positive Entwicklung bilde die Grundlage für ein weiterhin hohes Zinsniveau. Ende 2007 werde die Inflationsrate in Euroland signifikant steigen und sich wieder deutlich über dem EZB-Referenzwert bewegen. Diese Entwicklung sowie das weiterhin sehr hohe Geldmengenwachstum würden die EZB zu Zinserhöhungen veranlassen, die über den bereits als sicher geltenden Zinsschritt im Juni 2007 hinausgehen könnten. Zur Abwehr von Inflationsgefahren könnte die EZB den Leitzins im 4. Quartal 2007 auf 4,5 Prozent anheben.

An der halbjährlichen VÖB-Zinsprognose beteiligen sich die DekaBank, die DZ-Bank, die Landesbank Hessen-Thüringen, die WestLB AG, die Feri Rating & Research GmbH und der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB. Die Prognose befasst sich mit der Entwicklung der 10-jährigen Bundesanleihen (Stand 18. Mai 2007: 4,31 Prozent) über zwei Monate und über sechs Monate sowie mit dem stichtagsbezogenen Wechselkurs des Euro zum US-Dollar (Stand EuroFX-Gruppe am 18. Mai 2007: 1 EUR = 1,35 USD).

Folgende Prognosen wurden gestellt:

[Die Werte beziehen sich auf: 10-jährige Bundesanleihen auf zwei Monate / auf sechs Monate (jeweils in Prozent) / Entwicklung des Euro-Dollar-Kurses auf Sicht von sechs Monaten]

Der VÖB führt halbjährliche Zinsprognosen mit anschließender Ergebnisüberprüfung seit 1994 durch. Die nächste Pressekonferenz mit Überprüfung der heutigen Prognose findet im November 2007 in Frankfurt am Main statt.


Der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, vertritt die Interessen von 61 Mitgliedsinstituten, darunter die Landesbanken sowie die Förderbanken des Bundes und der Länder. Mit einer Bilanzsumme von 1.931,1 Mrd. EUR (Ende 2006) beläuft sich der Marktanteil der VÖB-Banken (bezogen auf die 32 ordentlichen Mitgliedsbanken) auf 27 Prozent des deutschen Bankenmarktes. Die VÖB-Banken beschäftigen 88.665 Mitarbeiter (inkl. Auszubildenden).

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