Home Pressezentrum Pressemitteilungen VÖB-Zinsprognose: EZB wagt sich erst spät aus der Deckung / Aufwärtstrend bei Renditen 10-jähriger Bundesanleihen

Berlin / Frankfurt am Main
Seit Ende 2008 läuft die konjunkturelle Entwicklung im Euroraum im Rückwärtsgang. Jedoch geben die Stimmungsindikatoren mittlerweile Anlass zur Hoffnung auf ein langsames, aber stetiges Wachstum. Spekulationen über den Zeitpunkt der geldpolitischen Kehrtwende im Euroraum sowie in den USA prägen das Umfeld der heutigen 29. VÖB-Zinsprognose-Pressekonferenz mit Dr. Ulrich Kater (DekaBank), Dr. Thomas Meißner (DZ BANK AG), Ulf Krauss (Helaba), Dr. Thomas Koch (HSH Nordbank), Torsten Windels (NORD/LB) und Dr. Torge Middendorf (WestLB).
Mit der geldpolitischen Lockerung durch die Europäische Zentralbank seit Herbst 2008 ist die Liquidität im Markt deutlich gestiegen. Nach Einschätzung der VÖB-Volkswirte ist trotz der bereits deutlich entspannten Situation am Geldmarkt eine Fortsetzung der aktuellen EZB-Politik bis weit ins nächste Jahr hinein erforderlich. Obwohl vorerst kein stärkerer Preisauftrieb zu erwarten ist, sollte die Notenbank ihr Ausstiegsszenario und damit den Kurs zu einer geldpolitischen Straffung relativ schnell offenlegen. Dies gäbe den Marktteilnehmern wichtige Indikationen über die Lagebewertung der EZB und die möglicherweise noch vorhandenen Risiken.
Für die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihen prognostiziert die Mehrheit der teilnehmenden Experten der VÖB-Mitgliedsbanken auf sechs Monate einen meist deutlichen Aufwärtstrend. Die Prognose befasst sich mit der Entwicklung der 10-jährigen Bundesanleihen (Stand 6. November 2009: 3,36 Prozent) über zwei Monate und über sechs Monate sowie mit dem stichtagsbezogenen Wechselkurs des Euro zum US-Dollar (Stand 9. November 2009: 1,49).
Folgende Prognosen wurden in der heutigen Pressekonferenz gestellt:
[Die Werte beziehen sich auf: 10-jährige Bundesanleihen auf zwei Monate / auf sechs Monate (jeweils in Prozent) / Entwicklung des Euro-Dollar-Kurses auf Sicht von sechs Monaten]
Pressekontakt
Der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, vertritt die Interessen von 61 Mitgliedsinstituten, darunter die Landesbanken sowie die Förderbanken des Bundes und der Länder. Mit einer Bilanzsumme von 2.092,6 Mrd. EUR (Geschäftsjahr 2008) beläuft sich der Marktanteil der VÖB-Banken auf rund 27 Prozent des deutschen Bankenmarktes. Die VÖB-Banken beschäftigen 86.642 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.