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9. Juni 2008
Kommunen auf dem Weg in die Doppik - Öffentliche Banken als Wegbegleiter - Ein Beitrag zur internen Steuerung

Das Geschäft mit den kommunalen Kunden hat für die Mitglieder des Bundesverbandes Öffentlicher Banken (VÖB) in den letzten Jahren einige Veränderungen erfahren. Die zentrale Stellung der Kundengruppe Kommunen bleibt dabei für die VÖB-Banken unverändert und spiegelt sich in ihrer starken Marktposition in vielen Produktbereichen wider. So ist in 2007 fast die Hälfte aller Bankenkredite an Gemeinden und Gemeindeverbände von Landesbanken und Förderinstituten ausgereicht worden. Entsprechend verfolgen sie die Entwicklungen in den öffentlichen Gebietskörperschaften Deutschlands mit großem Interesse.

Bekanntlich wurde auf der Grundlage der Beschlüsse der Innenministerkonferenzen in 1999 und 2003 die Reform des kommunalen Haushaltsrechts eingeleitet. Danach sollen das kommunale Haushalts- und Rechnungswesen von der bislang zahlungsorientierten Darstellungsform auf eine ressourcenorientierte Darstellung umgestellt und die Steuerung der Kommunalverwaltungen statt durch die herkömmliche Bereitstellung von Ausgabeermächtigungen (Inputsteuerung) durch die Vorgabe von Zielen für die kommunalen Dienstleistungen (Outputsteuerung) ermöglicht werden. Die entscheidende Grundlage dafür ist die Ablösung der kameralistischen Haushaltsführung durch die Kommunale Doppik und die Bilanzierung des kommunalen Vermögens.

Obgleich die Reform in den einzelnen Bundesländern teilweise sehr unterschiedlich umgesetzt wird, sowohl in Bezug auf ihr Tempo als auch in Bezug auf ihre inhaltliche Ausführung, sind die Förder- und Landesbanken an einer frühzeitigen Begleitung ihrer Kunden in dieser Thematik sehr interessiert. Einigkeit besteht, dass mit der Reform ein großer Erkenntnisgewinn verbunden ist, nicht nur auf Seiten der Kommune, sondern auch seitens der sie betreuenden Bank. Damit können noch fundiertere Empfehlungen abgeleitet und noch adäquatere Beratungsdienstleistungen angeboten werden. Das Bankgeschäft mit Kommunen erfährt also eine neue Qualität.
 


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