Home Themen Bilanzierung / Finanzberichterstattung FASB Preliminary Views „Financial Instruments with Characteristics of Equity”
In einer gemeinsamen, verbändeübergreifenden Stellungnahme hat der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, zu den im Dezember 2007 vom US-amerikanischen Financial Accounting Standards Board (FASB) veröffentlichten vorläufigen Überlegungen zu einer künftigen Eigen-/ Fremdkapitalabgrenzung Stellung genommen. Neben den initiierenden Verbänden Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband (DGRV) und VÖB haben sich der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV), der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), die Bundessteuerberaterkammer (BStBK), der Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) sowie die Vereinigung zur Mitwirkung an der Entwicklung des Bilanzrechts für Familiengesellschaften (VMEBF) an der Stellungnahme beteiligt.
Die Stellungnahme führt aus, dass man einer Überarbeitung der Kriterien zur Klassifizierung von Eigenkapital grundsätzlich positiv gegenüber stehe. Allerdings müsse sichergestellt sein, dass allen Unternehmens- und Gesellschaftsformen eine rechtsformneutrale und wirtschaftlich sachgerechte Eigen-/ Fremdkapitalabgrenzung ermöglicht wird. Eine solche sei jedoch, wegen der Orientierung der Preliminary Views an der Gesellschaftsform der Aktiengesellschaft, derzeit nicht gegeben.
Vor dem Hintergrund der zunehmend vorangetriebenen Konvergenz zwischen International Financial Reporting Standards (IFRS) und US-GAAP (United States Generally Accepted Accounting Principles) und zur Erreichung einer rechtsformneutralen Eigen-/ Fremdkapitalabgrenzung fordern die beteiligten Verbände in ihrer Stellungnahme eine gleichberechtigte Diskussion des im Januar 2008 von der European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) als Ergebnis eines europäischen Gemeinschaftsprojekts vorgelegten „Loss Absorption Approach“ aus. Die diesem Ansatz zugrunde liegende Idee berücksichtigt die Interessen der Investoren sowie die Belange nicht börsennotierter Unternehmen weitaus besser, als die Vorschläge des FASB.