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4. März 2008
Europäische Transparenzinitiativen als Folge der Finanzmarktkrise

EU-Parlament
© Cumulus

In Folge der Finanzmarktkrise wird von verschiedenen Seiten die Forderung nach mehr Transparenz laut. Dies betrifft vor allem strukturierte Produkte. Eine verbesserte Transparenz soll das Vertrauen in die Finanzmärkte wiederherstellen. Im Fokus der Diskussionen stehen insbesondere die Offenlegungsregeln sowie die Rolle der Rating-Agenturen.

Die EU-Kommission hat der Finanzindustrie eine Eigeninitiative nahegelegt, um die Transparenz bei strukturierten Produkten zu verbessern. Verschiedene europäische Akteure haben sich gegenüber der Kommission verpflichtet, bis Juni 2008 die Resultate ihrer Arbeit in drei verschiedenen Bereichen vorzulegen. Zum einen sollen sie einen Praxisleitfaden für die Offenlegung nach Säule III der bankaufsichtlichen Eigenkapitalbestimmungen entwickeln. Des Weiteren sollen ab Juni 2008 regelmäßige Berichte über Marktdaten, insbesondere Informationen über Neuemissionen, erscheinen. Schließlich soll die Information der Investoren verbessert werden.

Auch die Regeln für Rating-Agenturen sollen strenger werden. Bis März 2008 will die Internationale Organisation der Wertpapieraufsichtsbehörden (IOSCO) den Selbstverpflichtungskodex für Rating-Agenturen anpassen. Sie will besonders Bereiche überarbeiten, die den Interessenskonflikt zwischen Beratung und dem Rating von strukturierten Produkten sowie die Offenlegung der zugrunde liegenden Annahmen für eine Bewertung solcher Produkte betreffen. Die EU-Kommission wird voraussichtlich vorerst von einer Regulierung von Rating-Agenturen absehen. Sie setzt auf die Selbstverpflichtung aus dem IOSCO-Kodex. 

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