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Der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, ist ein Spitzenverband der deutschen Kreditwirtschaft. Er vertritt 61 Mitgliedsinstitute, darunter die Landesbanken sowie die bundes- und ländereigenen Förderbanken. Mit den vier weiteren kreditwirtschaftlichen Spitzenverbänden arbeitet der VÖB in der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) zusammen. Sitz des Verbandes ist Berlin.
Aufgabe des VÖB ist es, die gemeinsamen wirtschaftlichen und ideellen Interessen seiner Mitglieder in allen kreditwirtschaftlichen Fragen zu vertreten, die Zusammenarbeit zwischen seinen Mitgliedsbanken zu fördern und sie bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zu unterstützen. Der VÖB tritt für die Belange seiner Mitglieder gegenüber den gesetzgebenden Körperschaften des Bundes und der Länder, den Aufsichts- und Regulierungsbehörden auf nationaler und internationaler Ebene sowie den Medien und der Öffentlichkeit ein. Der VÖB ist beim Deutschen Bundestag, beim Europäischen Parlament und bei der EU-Kommission akkreditiert. Seit 1987 ist der VÖB mit einem Büro in Brüssel vertreten. Der Verband ist Mitglied des Europäischen Verbandes Öffentlicher Banken (European Association of Public Banks, EAPB), Brüssel.
Deutsche Kreditinstitute, deren Anteile ganz oder teilweise von der öffentlichen Hand direkt oder indirekt gehalten werden, oder die besondere aus dem öffentlichen Interesse erwachsende oder im öffentlichen Interesse stehende Aufgaben wahrnehmen, können ordentliche Mitglieder des VÖB werden. Kreditinstitute, die bereits Mitglied eines anderen kreditwirtschaftlichen Verbandes sind, können die außerordentliche Verbandsmitgliedschaft erwerben.
Der VÖB ist zugleich Arbeitgeberverband. Alle Mitgliedsinstitute können der Tarifgemeinschaft Öffentlicher Banken beitreten. Sie unterliegen dann den Tarifverträgen für das private Bankgewerbe und die öffentlichen Banken.
Seit 1992 besteht beim VÖB ein Kundenbeschwerdesystem, das im Mai 2001 um eine außergerichtliche Schlichtungsstelle, den Ombudsmann der öffentlichen Banken, ergänzt wurde. Der VÖB-Ombudsmann ist auf europäischer Ebene Mitglied im Financial Complaint Service Network (FIN-NET), dem mehr als 40 nationale Schlichtungsstellen angehören.
Die (gesetzliche Einlagensicherung) sichert Kundeneinlagen und Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften. Einen darüber hinausgehenden Einlagenschutz bietet der Freiwillige Einlagensicherungsfonds des Verbandes.
Im Geschäftsjahr 2010 belief sich die Bilanzsumme aller VÖB-Mitgliedsinstitute auf 2.031,6 Milliarden Euro. Der Marktanteil der VÖB-Mitgliedsbanken lag damit, gemessen an der Bilanzsumme der gesamten deutschen Kreditwirtschaft, bei 24 Prozent. Die VÖB-Banken beschäftigen knapp 80.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
VÖB-Satzung
Stand: 11. Mai 2011