Bankentarifrunde 2014: Öffentliche Banken halten ver.di-Forderung für zu hoch - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

21. März 2014: Bankentarifrunde 2014: Öffentliche Banken halten ver.di-Forderung für zu hoch

Berlin

Tarifgemeinschaft Öffentlicher Banken
Die Tarifgemeinschaft Öffentlicher Banken hält die Forderung von ver.di, die Gehälter im Bankgewerbe um 100 Euro plus 3,5 Prozent zu erhöhen, für zu hoch. Zwar sind die allgemeinen Konjunkturprognosen für dieses Jahr positiv, gleichwohl dürfen hinsichtlich der Erwartungen für die Tarifrunde im Bankgewerbe nicht allein die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen herangezogen werden. Vielmehr kommt es auf die spezifische Situation in der Bankenbranche an. Diese lässt nach Auffassung der Arbeitgeber eine Gehaltsanpassung in der geforderten Höhe nicht zu.

Die Tarifverhandlungen im Bankgewerbe beginnen am 5. Mai 2014. Thomas Christian Buchbinder, Vorstandsvorsitzender der SaarLB und Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft Öffentlicher Banken: „Die Banken befinden sich nach wie vor in einer strukturellen Umbruchphase. Einige Institute sind durch Restrukturierungsprozesse und damit verbundene einschneidende Personalabbauprogramme erheblich belastet. Hinzu kommen die geschäftspolitischen Auswirkungen durch die Niedrigzinsphase und die Kostenbelastung durch die Flut an Regulierungsvorschriften, die von den Instituten derzeit umzusetzen sind. Insbesondere die Maßnahmen der Institute im Zusammenhang mit dem Aufbau des einheitlichen Aufsichtsmechanismus durch die Europäische Zentralbank bedeuten für Systeme, Prozesse und Personal der Banken eine besondere Herausforderung. Die von ver.di geforderte Gehaltsanpassung würde die Institute auf der Personalkostenseite zusätzlich erheblich belasten.“

Einen Handlungsbedarf beim Thema Ausbildung sieht die Tarifgemeinschaft Öffentlicher Banken nicht. Die Tarifparteien haben bereits in der vergangenen Tarifrunde eine Ausbildungsinitiative vereinbart und damit eine angemessene und ausreichende Lösung auf tariflicher Ebene gefunden. Weitergehende tarifliche Verpflichtungen halten die Arbeitgeber für nicht realisierbar.

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