Bankenverband VÖB wählt neuen Vorstand - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

10. November 2016: Bankenverband VÖB wählt neuen Vorstand

Berlin

Die Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, hat heute einstimmig den Vorstandsvorsitzenden der BayernLB, Dr. Johannes-Jörg Riegler, zum Präsidenten des Spitzenverbandes der öffentlichen Banken gewählt. Riegler folgt auf Dr. Gunter Dunkel, der seit 2013 an der Spitze des Verbandes stand und den die Mitgliederversammlung aufgrund seiner vielfältigen Verdienste um den VÖB zum Ehrenmitglied wählte. Als Stellvertretender Präsident wurde Dr. Otto Beierl, Vorsitzender des Vorstandes der LfA Förderbank Bayern, erneut einstimmig im Amt bestätigt.

Dr. Johannes-Jörg Riegler: „Der VÖB ist heute moderner, leistungsstärker und präsenter denn je, allerdings können wir uns darauf nicht ausruhen. Auch in Zukunft muss der Verband als Dienstleister und Interessensanwalt klare Mehrwerte für seine Mitglieder schaffen. Dazu will ich als VÖB-Präsident meinen Beitrag leisten und die Stimme der öffentlichen Banken sein!“

Deutschland braucht öffentliche Banken

Der neugewählte Verbandspräsident betonte, dass Deutschland ohne die Landesbanken und die Förderbanken deutlich schlechter aufgestellt wäre. „Jeder in diesem Land hat direkt oder in seinem Umfeld mit einer öffentlichen Bank zu tun. Egal ob die Finanzierung des eigenen Zuhauses, der Investitionskredit für das Unternehmen oder zukunftsfähige Infrastrukturen. Ohne öffentliche Banken wäre das alles meist undenkbar! Davon zeugen nicht nur Zahlen, also beispielsweise jeder dritte Unternehmenskredit und jeder zweite Euro in der Kommunalfinanzierung, der von einer öffentlichen Bank kommt. Davon zeugen viele Beispiele vor Ort, in den Gemeinden und Städten.“ Daher will Riegler künftig verstärkt für dieses Modell in Deutschland und Europa werben und Vorbehalte abbauen. Als weitere zentrale Themen seiner Präsidentschaft sieht Riegler die Herausforderungen durch Regulierung und Digitalisierung.

Neuer Vorstand im Amt

Neben Dr. Johannes-Jörg Riegler (Präsident) und Dr. Otto Beierl (Stv. Präsident) komplettieren als weitere Mitglieder Thomas Bürkle (NORD/LB), Stefan Ermisch (HSH Nordbank), Eckhard Forst (NRW.BANK), Herbert Hans Grüntker (Helaba), Dr. Axel Nawrath (L-Bank), Rainer Neske (LBBW), Dr. Horst Reinhardt (Landwirtschaftliche Rentenbank), Michael Rüdiger (DekaBank), Werner Severin (SaarLB) und Stefan Weber (Sächsische Aufbaubank) den Verbandsvorstand, dessen Amtszeit drei Jahre beträgt. Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon, gehört dem Verbandsvorstand auf Gegenseitigkeit an.

14 der 21 deutschen EZB-Banken im Verband

Einstimmig wurde sowohl dem Antrag der Deutschen Apotheker- und Ärztebank als auch der hsh portfoliomanagement AöR auf außerordentliche Mitgliedschaft entsprochen.

Die ApoBank hat eine Bilanzsumme von 36,4 Milliarden Euro und beschäftigt über 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Riegler: „Dieser Antrag zeigt, dass viele Kreditinstitute die Facharbeit des Verbandes, insbesondere in Aufsichts- und Regulierungsfragen, als großen Mehrwert für ihre Institute erkennen. Zudem wird deutlich, dass die neue Strategie des Verbandes konkret Früchte trägt und eine Mitgliedschaft im VÖB heute deutlich attraktiver als früher ist.“

Der VÖB vertritt damit 14 der 21 deutschen Banken, die unter direkter Aufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB) stehen, so viel wie kein anderer Verband in Europa.

Die hsh portfoliomanagement AöR wurde gegründet, um die Risikopositionen der HSH Nordbank und ihrer in- und ausländischen Töchter zu verwerten und abzuwickeln.

Ansprechpartner

Aktuelle Positionen

14. November 2018: Aktuelle Positionen zur Banken- und Finanzmarktregulierung

Die jüngste Ausgabe der „Aktuellen Positionen zur Banken- und Finanzmarktregulierung“ informiert über den Sachstand der wichtigsten Regulierungsthemen und die Positionen des VÖB. mehr

Publikationen

13. November 2018: Kreditwirtschaftlich wichtige Vorhaben der EU

Konkret behandelt die aktuelle Ausgabe die Einlagensicherungs-Richtlinie, die Bankenrichtlinie und -verordnung (CRD V/ CRR II) sowie das Bankenabwicklungsregime (BRRD, SRMR). Die Verwirklichung der Kapitalmarktunion nebst den neuen Vorschlägen zur nachhaltigen Finanzierung und die Überarbeitung von EMIR bilden die Schwerpunkte. mehr

Publikationen

10. Oktober 2018: Positionspapier: Maßgeschneiderte Basel-III-Umsetzung für Europa notwendig

Am 7. Dezember 2017 hat der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS) die noch ausstehenden Standards zur Basel-III-Finalisierung (Basel IV) veröffentlicht. Diese sollen ab dem 1. Januar 2022 angewendet werden und müssen nunmehr in EU-Recht überführt werden. mehr