Banken-Arbeitgeber: Gewerkschaften müssen ihre Forderungspakete deutlich verschlanken - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

6. März 2019: Banken-Arbeitgeber: Gewerkschaften müssen ihre Forderungspakete deutlich verschlanken

Frankfurt am Main

Gunar Feth
Die Tarifverhandlungen für das private und öffentliche Bankgewerbe sind am Mittwoch ergebnislos auf den 11. April 2019 vertagt worden. Die Gewerkschaften seien nicht bereit gewesen, ihre sehr umfangreichen Forderungspakete deutlich zu reduzieren, teilten die Banken-Arbeitgeber nach dem zweiten Verhandlungstermin in Frankfurt/Main mit. „Schon die reinen Gehaltsforderungen sind weit entfernt von dem, was sich unsere Branche leisten kann. Wir verstehen nicht, warum die Gewerkschaften die ohnehin schon schwierigen Verhandlungen zum Kernthema Gehalt noch mit unrealistischen Forderungen zu Nebenthemen erschweren“, sagte Karl von Rohr, Verhandlungsführer der Banken-Arbeitgeber. „Wir werden in der Gehaltsfrage nur vorankommen, wenn die Gewerkschaften mit Blick auf die ausgesprochen schwierige Branchenlage ihre Forderungspakete deutlich verschlanken.“

Gunar Feth, Vorsitzender der Tarifgemeinschaft öffentlicher Banken: „Die Situation im Bankgewerbe hat sich seit der vergangenen Tarifrunde 2016 nicht verbessert und bleibt schwierig. Parallel deutet alles auf einen spürbaren Konjunkturabschwung hin, der auch unsere Branche spürbar treffen würde. Beides muss sich bei der Gehaltsfindung widerspiegeln.“

Die Arbeitgeber wiesen darauf hin, dass die Arbeitsbedingungen im Bankgewerbe trotz aller Umbrüche sehr gut seien. Vor diesem Hintergrund sei die Forderung der Gewerkschaft Verdi nach sechs zusätzlichen freien Tagen unverständlich.

Auch die Ausbildungsqualität und -vergütung bewegten sich unverändert auf überdurchschnittlich hohem Niveau. Entsprechend seien die kostenträchtigen Forderungen zum Thema Ausbildung – insbesondere fünf zusätzliche freie Tage und weitere finanzielle Unterstützung zur Prüfungsvorbereitung – nicht nachvollziehbar.

Die Verhandlungen werden am 11. April 2019 in Berlin fortgesetzt.

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