VÖB Aktienmarktprognose nach gelungenem Jahresstart überwiegend pessimistisch - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

8. Mai 2019: VÖB Aktienmarktprognose nach gelungenem Jahresstart überwiegend pessimistisch

Frankfurt am Main

Den Jahresstart der Märkte bewerten die Aktienexperten der VÖB-Mitgliedsinstitute Manfred Bucher (BayernLB), Joachim Schallmayer (DekaBank), Markus Reinwand (Helaba), Dr. Cyrus de la Rubia (Hamburg Commercial Bank AG), Frank Klumpp (LBBW) und Volker Sack (NORD/LB) positiv. Für den Rest des Jahres und für die Indizes auf beiden Seiten des Atlantiks sind die VÖB-Strategen jedoch überwiegend pessimistisch, bis auf die Helaba. Entsprechend breit sind die 12-Monatsprognosen der VÖB-Institute für den DAX gestreut: von 11.400 bis 13.500 Punkten. Dies entspricht einem Durchschnitt von 12.050 Punkten. Für den Dow Jones prognostizieren die Aktienexperten auf Jahressicht eine Spanne von 25.000 bis 27.300 Punkten, einen durchschnittlichen Kurs von 25.900 Punkten. Die Mehrheit der Experten sieht die Kurspotentiale ausgeschöpft und gerade in den USA Tendenzen einer Überbewertung.

Die VÖB-Aktienmarktstrategen sind sich einig: „Der Verlauf der Verhandlungen zum Handelsstreit zwischen den USA und China ist entscheidend für die Entwicklung der Weltkonjunktur. Eskalationsdrohungen und Unsicherheiten sind dabei Gift für steigende Aktienkurse. Handelskonflikte könnten an den Märkten noch länger für Nervosität sorgen, da sich die USA mit China noch nicht einigen konnten und die Europäische Union zunehmend den Ärger des US-Präsidenten auf sich zieht.“ Zölle und weitere Sanktionsmaßnahmen sind gerade für den Exportweltmeister Deutschland und damit auch für die gesamte EU ein erhebliches Risiko für das Wachstum. Dementsprechend sind die Prognosen der VÖB-Institute für das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2020 zurückhaltend, sie bewegen sich für Deutschland zwischen 0,8 und 1,8 Prozent, für den Euroraum zwischen 1,1 und 1,8 Prozent. Alle Projektionen, abgesehen von der LBBW, gehen für Deutschland und die Eurozone für 2020 von einem stärkeren Wirtschaftswachstum als in 2019 aus. Für die USA liegen die Prognosen in einer Bandbreite von 0,6 bis 2,0 Prozent. Alle VÖB-Institute erwarten damit in den USA im Jahr 2020 ein schwächeres Wirtschaftswachstum als im Jahr 2019.

Von der Geldpolitik der US-Notenbank Fed und der Europäischen Zentralbank EZB sollten laut den VÖB-Aktienexperten weiterhin positive Impulse für die Aktienmärkte ausgehen: „Die Fed hat eine Pause in der Normalisierung der Geldpolitik eingelegt. Und auch die EZB wird zunächst keine Schritte einer geldpolitischen Straffung unternehmen. Die Notenbanken sorgen also unverändert für niedrige Renditen an den Kapitalmärkten und unterstützen Aktien als attraktives Investment.“

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