Banken-Arbeitgeber: schlechtere Rahmenbedingungen beschränken Spielraum beim Gehalt – Umfangreiche Vorschläge zur Modernisierung der Tarifverträge - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

27. Juni 2019: Banken-Arbeitgeber: schlechtere Rahmenbedingungen
beschränken Spielraum beim Gehalt – Umfangreiche
Vorschläge zur Modernisierung der Tarifverträge

Berlin

Gunar Feth
Vor dem fünften Verhandlungstermin der diesjährigen Banken-Tarifrunde (3. Juli in Berlin) verweisen die Banken-Arbeitgeber auf verschlechterte Rahmenbedingungen. Seit dem Verhandlungsbeginn im Februar hätten sich die Konjunkturaussichten deutlich eingetrübt, und die Finanzaufsicht habe soeben angesichts absehbar niedriger Zinsen mehr Effizienz in der Bankenbranche eingefordert. Das müsse sich auch im Tarifergebnis niederschlagen. „Der ohnehin geringe Spielraum beim Gehalt ist in den vergangenen Monaten sicher nicht größer geworden. Das Niveau anderer Tarifabschlüsse in Deutschland bleibt für uns außer Reichweite“, sagt Karl von Rohr, Verhandlungsführer der Banken-Arbeitgeber. Gunar Feth, Vorsitzender der Tarifgemeinschaft öffentlicher Banken: „Der Druck auf der Ertrags- und Kostenseite wächst. Um profitabel bleiben zu können, müssen wir die Personalkosten im Griff behalten.“

Zugleich betonten die Arbeitgeber, sie seien den Gewerkschaften trotz des schwierigen Umfelds in der Gehaltsfrage bereits deutlich entgegenge-kommen. Im vierten Verhandlungstermin am 20. Mai hatten die Arbeitge-ber ein verbessertes Gehaltsangebot unterbreitet, das bei 36 Monaten Laufzeit drei Erhöhungsstufen im Gesamtvolumen von 4,1 Prozent vor-sieht.

Darüber hinaus haben die Arbeitgeber ihr Angebot erneuert, die Tarifver-träge im Bankgewerbe umfassend zu modernisieren. Karl von Rohr: „Wir wollen den Flächentarifvertrag stärken und haben deshalb umfangreiche Anpassungen unseres Tarifwerks zu Fragen der Aus- und Weiterbildung und zum Tarif-Entgeltsystem angeboten. Dazu stehen wir.“ Gunar Feth: „Wir haben zu vielen Themen der Tarifagenda unseren Gestaltungswillen signalisiert. Jetzt ist es an der Zeit, dass sich auch die Gewerkschaften endlich spürbar bewegen.“

Hinweis an die Redaktionen:
Die Tarifverhandlungen im privaten und öffentlichen Bankgewerbe gehen am Mittwoch, 3. Juli 2019, in Berlin in die fünfte Runde (Beginn: 11:00 Uhr). Die Pressestelle der Banken-Arbeitgeber ist unter folgender Tages-adresse erreichbar: Hotel Palace Berlin, Budapester Str. 45, 10787 Berlin, Tel. (030) 250 222 12, Mobil (0171) 311 96 89.


Der AGV Banken führt die Tarifverhandlungen gemeinsam mit der Tarifgemein-schaft Öffentlicher Banken. Die Verhandlungsgemeinschaft vertritt insgesamt rund 190.000 Beschäftigte.

Dem AGV Banken gehören rund 110 Institute an (Großbanken, Regionalbanken, Pfandbriefbanken, Spezialbanken, Privatbankiers und Bausparkassen). Vorsitzen-der des AGV Banken ist Karl von Rohr, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutsche Bank AG.

Der Tarifgemeinschaft Öffentlicher Banken vertritt 45 Mitgliedsinstitute des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB), unter anderem Landesbanken, Förderinstitute, Bausparkassen und einzelne Sparkassen. Vorsitzender der Tarifgemeinschaft Öffentlicher Banken ist Gunar Feth, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der SaarLB.


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