Abgrenzung von „qualitativ hochwertigen“ Verbriefungen - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

5. Februar 2015: Abgrenzung von „qualitativ hochwertigen“ Verbriefungen

Auf europäischer und internationaler Ebene wird derzeit darüber diskutiert, wie der von der Finanzkrise 2008 stark beeinträchtigte Markt für verbriefte Forderungen wiederbelebt werden kann. Verbriefungen sollen vor allem dazu dienen, die Kreditvergabe an Unternehmen zu erhöhen.
Durch die Verbriefung eigener Forderungen können die Banken ihre Kapitalanforderungen reduzieren und auf diese Weise „Platz“ für die Vergabe neuer Kredite schaffen. Die Kapitalanforderungen für Verbriefungspositionen wurden nach der Finanzkrise deutlich angehoben. Zuletzt hatte der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht im Dezember 2014 eine deutliche Erhöhung beschlossen, die ab dem Jahre 2018 angewendet werden soll. Gleichzeitig machen sich jedoch europäische und internationale Aufsichtsgremien Gedanken, inwieweit ein Segment von „qualitativ hochwertigen“ Verbriefungen definiert werden kann, für das geringere Eigenkapitalanforderungen gelten.
Hierzu hatten zuletzt die Europäische Bankaufsichtsbehörde (EBA) sowie der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht gemeinsam mit dem Internationalen Ausschuss der Wertpapieraufsichtsbehörden (IOSCO) Vorschläge veröffentlicht. Problematisch erscheint an diesen Vorschlägen jedoch, dass die Einbeziehung von Verbriefungen kurz laufender Handels- oder Leasingforderungen (ABCP) derzeit noch nicht diskutiert wird.
Unseres Erachtens sollten diese Verbriefungen ebenfalls als „qualitativ hochwertig“ anerkannt werden. Sie spielen für die Finanzierung der Realwirtschaft eine große Rolle. Die geplante Erhöhung der Eigenkapitalanforderungen würde dazu führen, dass solche Transaktionen sowohl für die Unternehmen als auch für die beteiligten Banken und Investoren wirtschaftlich deutlich unattraktiver werden würden. Hierdurch könnte sich das Volumen dieser Transaktionen, welches im Jahr 2014 allein in Europa rund 63 Milliarden Euro betrug, deutlich verringern.

Publikationen

19. Dezember 2019: Positionspapier zum Baseler Output-Floor

Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht hat Ende 2017 eine grundlegende Überarbeitung der Eigenkapitalanforderungen von Banken beschlossen („Basel IV“). Diese muss bis 2022 in der EU umgesetzt werden. mehr

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13. Dezember 2019: VÖB Zahlungsverkehr – Dezember 2019

Mit VÖB Zahlungsverkehr informieren wir über ausgewählte Schwerpunkte im Zahlungsverkehr auf nationaler und europäischer Ebene. Ein interessantes Zahlungsverkehrsjahr 2019 neigt sich dem Ende. Was uns bewegt hat und welche Themen im nächsten Jahr wichtig sind, darüber informieren wir Sie in unserem Newsletter VÖB Zahlungsverkehr. mehr

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2. Dezember 2019: VÖB Aktuell – Dezember 2019

Mit VÖB Aktuell informieren wir quartalsweise über finanzwirtschaftlich wichtige nationale, europäische und internationale Gesetzgebungsvorhaben. Dabei positionieren wir uns kurz und prägnant zu aktuellen Vorhaben und Themen und berichten über deren jeweiligen Sachstand. mehr