EBA-Leitlinien zu Schattenbanken - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

30. April 2015: EBA-Leitlinien zu Schattenbanken

Als Schattenbanken werden Unternehmen der Finanzbranche bezeichnet, die Bankgeschäfte oder bankähnliche Geschäfte betreiben, ohne einer den Banken vergleichbaren Beaufsichtigung zu unterliegen. Das von den G-20 eingesetzte Financial Stability Board (FSB) hatte bereits 2011 eine umfassende Untersuchung zur Tätigkeit von Schattenbanken und den resultierenden Risiken für die Gesamtwirtschaft durchgeführt.
Trotz der im Schattenbankensektor identifizierten Risiken bleiben Ansätze zur direkten Regulierung von Schattenbanken unpopulär. Vielmehr wird weiterhin der Weg verfolgt, Schattenbanken indirekt zu regulieren, dass heißt über die Schnittstellen mit der beaufsichtigten Kreditwirtschaft. Auch der europäische Gesetzgeber sieht in der Europäischen Bankenverordnung (CRR) die Möglichkeit vor, die Kreditvergabe von Banken an Unternehmen des Schattenbankensektors zu begrenzen.
Die Europäische Bankaufsichtsbehörde (EBA) hat am 19. März 2015 entsprechende Vorschläge vorgelegt. Die Institute sollen die Begrenzung für die einzelne Schattenbank selbst definieren können, sofern bestimmte prozessuale Anforderungen zur Transparenz der Mittelverwendung durch den Kreditnehmer sowie der bankinternen Risikobewertung eingehalten werden. Können die Anforderungen nicht erfüllt werden, soll die Gesamtheit der Kredite an Schattenbanken aufsichtlich begrenzt werden.
Die EBA stützt sich in ihren Vorschlägen auf die FSB-Definition von Schattenbanken als Unternehmen, die außerhalb des regulierten Sektors Kreditintermediation, insbesondere Fristentransformation, betreiben. Damit gälten unter anderem auch Geldmarktfonds und Spezialfonds als Schattenbanken. Insbesondere kleineren Banken würde es erschwert, in diese Fonds zu investieren und so ihre Risiken zu diversifizieren. Fondsinvestments von Banken werden zudem bereits durch die CRR streng reguliert. Insoweit droht eine doppelte aufsichtliche Belastung dieser Positionen. Wir haben im Rahmen der Deutschen Kreditwirtschaft die EBA aufgefordert, die vorgeschlagene Definition zu überdenken.

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16. September 2019: VÖB Aktuell – September 2019

Mit VÖB Aktuell informieren wir quartalsweise über finanzwirtschaftlich wichtige nationale, europäische und internationale Gesetzgebungsvorhaben. Dabei positionieren wir uns kurz und prägnant zu aktuellen Vorhaben und Themen und berichten über deren jeweiligen Sachstand. mehr

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4. September 2019: VÖB Aktienmarktprognose September 2019

Die Aktienexperten der VÖB-Mitgliedsinstitute Manfred Bucher (BayernLB), Joachim Schallmayer (DekaBank), Claudia Windt (Helaba), Dr. Cyrus de la Rubia (Hamburg Commercial Bank), Uwe Streich (LBBW) und Volker Sack (NORD/LB) stellen ihre Erwartungen für die Aktienmärkte vor. mehr

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28. August 2019: VÖB Digital: Steiniger Weg zur Digitalisierung des Meldewesens in Europa

Dank Digitalisierung soll alles schneller, einfacher und effizienter werden. So auch das Meldewesen in der Kreditwirtschaft, das sich aktuell vor allem durch ein Wirrwarr an behördlichen Zuständigkeiten und eine Vielzahl an Anforderungen auszeichnet. mehr