Erste Meldung Risikotragfähigkeitsinformation - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

14. August 2015: Erste Meldung Risikotragfähigkeitsinformation

Seit Jahresbeginn 2015 sind Kreditinstitute und übergeordnete Unternehmen verpflichtet, regelmäßig Informationen zu ihrer Risikotragfähigkeit bei der Deutschen Bundesbank einzureichen. Die neue Meldeanforderung wird in der „Verordnung zur Einreichung von Finanz- und Risikotragfähigkeitsinformationen nach dem Kreditwesengesetz“ (Finanzinformationenverordnung – FinaRisikoV) ausgestaltet, die die bisherige Finanzinformationsverordnung (FinaV) zum 1. Januar 2015 abgelöst hat. Darüber hinaus hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht in einer „Allgemeinverfügung zur Einreichung der Informationen zur Risikotragfähigkeit“ die ersten Meldestichtage und Einreichungsfristen festgesetzt.
Grundsätzlich unterliegen Kreditinstitute einer jährlichen Meldepflicht. Die erste Meldung soll zum Stichtag 31. Dezember erfolgen und der Deutschen Bundesbank innerhalb einer Frist von sieben Wochen vorgelegt werden. Daneben gilt für jene Kreditinstitute eine erhöhte Meldefrequenz, deren durchschnittliche Bilanzsumme in den letzten drei Jahren 30 Milliarden Euro überstiegen hat (bzw. 50 Milliarden Euro auf Gruppenebene), die als potenziell systemgefährdendes Institut eingestuft wurden oder als Finanzhandelsinstitut i. S. d. § 25 f Abs. 1 KWG gelten. In diesem Fall ist die Meldung der Risikotragfähigkeitsinformationen halbjährlich zu den Stichtagen 30. Juni und 31. Dezember einzureichen. Der erste Meldestichtag ist folglich der 30. Juni 2015. Grundsätzlich gilt auch für diese Institute eine Einreichungsfrist von sieben Wochen. Für die erste Meldung wird die Einreichungsfrist allerdings einmalig bis zum 30. November 2015 verlängert.
Die Meldebögen können zusammen mit den Ausfüllhinweisen („Merkblatt für die Meldungen gemäß §§ 10, 11 FinaRisikoV“) auf der Homepage der Deutschen Bundesbank abgerufen werden.

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