EU-Kommission: Delegierter Rechtsakt zur Leverage Ratio - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

13. Oktober 2014: EU-Kommission: Delegierter Rechtsakt zur Leverage Ratio

Die EU-Kommission hat am 10. Oktober 2014 im Zuge eines delegierten Rechtsaktes die Berechnungsmethodik zur Ermittlung der Gesamtrisikomessgröße bei der Leverage Ratio vollständig überarbeitet und damit sowohl die innerhalb der EU bestehenden Unterschiede in der Berechnung aufgehoben als auch die im Januar 2014 durch den Baseler Ausschuss veröffentlichten Anforderungen in europäische Vorschriften umgesetzt. Ziel war es, die offensichtlichen Mängel noch vor der verpflichtenden Veröffentlichung der Quote ab 2015 zu korrigieren. Davon losgelöst wurde durch die EZB im Rahmen der Veröffentlichung der Ergebnisse des Comprehensive Assessement die Leverage Ratio bereits zum Stichtag 31. Dezember 2013 offengelegt.
Es ist wichtig, dass der auf Baseler- und EU-Ebene vorgesehene Überprüfungsprozess für die Leverage Ratio auch tatsächlich bis 2017 eingehalten wird und etwaige diskriminierende Effekte beseitigt werden. Insbesondere Portfolien, die bei den risikogewichteten Kapitalanforderungen als risikoarm eingestuft werden (wie Fördergeschäft und Verbundgeschäft), würden künftig verstärkt mit Eigenmittel unterlegt werden müssen. In diesen Fällen würde die Leverage Ratio als Front-Stop limitierend wirken. Förderkredite bei-spielsweise stellen ein elementares Instrument zur Verbesserung der Finanzierung der Wirtschaft dar. Sie werden für nicht wettbewerbliche Zwecke zur Förderung der politischen Ziele der Union und / oder zentralen oder regionalen Regierungen eines Mitgliedstaats gewährt. Auch die Vollanrechnung verbundinterner Forderungen im Rahmen der Leverage Ratio würde bedeuten, dass das als risikoarm, aber als volumenintensiv einzustufende Verbundgeschäft zurückgefahren würde.

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