VÖB-Verständnis: Zusammenspiel der Bail-in-Haftungskaskade mit MREL und TLAC - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

16. Juli 2018: VÖB-Verständnis: Zusammenspiel der Bail-in-Haftungskaskade mit MREL und TLAC

Ende 2017 wurde per beschleunigtem Gesetzgebungsverfahren die EU-weite Harmonisierung des Ranges vorrangiger unbesicherter Schuldtitel im Rahmen der Bail-in-Haftungskaskade nach der EU-Bankenabwicklungsrichtlinie (BRRD) verabschiedet. Die entsprechende BRRD-Änderungsrichtlinie verpflichtet die EU-Mitgliedstaaten, bis Ende 2018 den Ansatz der vertraglichen Nachrangigkeit auf Basis einer neuen „Non-Preferred Senior“-Klasse umzusetzen.

Zuvor hatte sich Deutschland, als einziger EU-Mitgliedstaat, für den Ansatz der gesetzlichen Nachrangigkeit mit Rückwirkung auf den Altbestand (§ 46f KWG) entschieden, der am 1. Januar 2017 in Kraft getreten ist. Zur Umsetzung der Harmonisierung in Deutschland tritt am 21. Juli 2018 die nunmehr dritte Anpassung des § 46f KWG innerhalb der letzten drei Jahre in Kraft.

In angehängter Übersicht wird auf dieser Basis die grundsätzliche Haftungskaskade beim Bail-in und das grundsätzliche Zusammenspiel mit den Mindestanforderungen an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten (MREL) und der TLAC (Gesamtverlustabsortions-fähigkeit) für Kreditinstitute in Deutschland schematisch verdeutlicht. Die Darstellungen wurden auf Grundlage der aktuellen Rechtslage – mit gesondertem Blick auf die letzten Überarbeitungen des § 46f KWG – und der endgültigen Empfehlungen des Financial Stability Board (FSB) vom November 2015 für global systemrelevante Banken (G-SIB) zur TLAC erstellt.

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18. März 2019: VÖB-Positionen zur Europawahl 2019

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