Nachrangmittel im Risikotragfähigkeitskonzept - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

31. Januar 2019: Nachrangmittel im Risikotragfähigkeitskonzept

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat auf Nachfrage der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) angedeutet, dass sie mittelfristig die Vorgehensweise der Europäischen Zentral-
bank (EZB) adaptieren wird, in der ökonomischen Perspektive nur Kapital-
bestandteile zu berücksichtigen, die unter der Annahme einer Geschäftsfortführung des Institutes zur Verlustdeckung zur Verfügung stehen.
Demzufolge werden auf absehbare Zeit auch bei den weniger bedeutenden Instituten (LSI) jene Risikodeckungsmassen, die lediglich im Insolvenz- bzw. Abwicklungsfall herangezogen werden können, im Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP) vermutlich keine Berücksichtigung mehr finden.
Konkret soll die Frage der Anrechnung von Nachrangmitteln im Risikodeckungspotenzial der ökonomischen Perspektive in einer Sitzung des Fachgremiums MaRisk umfassend erörtert werden. Bis zu einer abschließenden Klärung können die LSI die im bisherigen Liquidationsansatz verfolgte Praxis zunächst weiterverfolgen.
Allerdings sollte aus unserer Sicht mit Blick auf die ausstehende Klärung vermieden werden, neue Nachrangmittel nur deshalb aufzunehmen, um das Risikodeckungspotenzial in der ökonomischen
Perspektive zu stärken. Dies wird von der deutschen Aufsicht mit Blick auf die Positionierung der EZB nicht empfohlen, da anderslautende Vorgaben im SSM Änderungen der nationalen
Verwaltungspraxis nach sich ziehen können.

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