Überarbeitung des Kreditrisikostandardansatzes - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

19. Februar 2015: Überarbeitung des Kreditrisikostandardansatzes

Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht hat am 22. November 2014 ein Konsultationspapier zur Überarbeitung des Kreditriskiostandardansatzes (KSA) veröffentlicht. Neben einer Stärkung der Verknüpfung zwischen KSA und den auf internen Ratings basierenden Ansätzen soll insbesondere eine Verringerung der Abhängigkeit von externen Ratings erreicht werden.
Die Risikogewichte für Forderungen sollen künftig auf Basis von Risikotreibern zu ermitteln sein, für Kredite an Unternehmen zum Beispiel durch Kennzahlen zum Umsatz und Verschuldungsgrad des Kreditnehmers. Die bisher gültigen Bandbreiten der Risikogewichte sollen stärker differenziert und insgesamt erhöht werden. Neben Forderungen an Banken sind insbesondere Forderungen an Unternehmen betroffen, für eine niedrigere Rangfolge der Forderung im Insolvenzfalle sowie Spezialfinanzierungen wird eine höhere Eigenkapitalunterlegung gefordert. Für Kredite zur Finanzie-rung von Wohnimmobilien soll sich die Risikogewichtung nach dem Verhältnis aus Kredithöhe und Wert der Immobilie sowie der Höhe der Kredittilgung am Gesamteinkommen des Darlehensnehmers richten. Bislang führte allein die Besicherung zu einer privilegierten Risikogewichtung von 35 Prozent. Für die Forderungsklasse der gewerblichen Immobilienfinanzierung wird erwogen, den Status quo einer Risikogewichtung von 50 Prozent unter strengen Anforderungen fortzuführen oder die Kredite als Unternehmensfinanzierung mit einer höheren Risikogewichtung von mindestens 75 Prozent zu qualifizieren.
Der Baseler Ausschuss führt derzeit im Rahmen des regelmäßigen „Basel III-Monitorings“ eine Auswirkungsstudie (QIS) zu den Vorschlägen durch, auf deren Basis die endgültige Festlegung der Risikogewichte vorgenommen werden soll.
Das bislang durch den Baseler Ausschuss verfolgte Ziel der Beibehaltung der durchschnittlichen Eigenmittelanforderungen im KSA erscheint uns im Hinblick auf die vorgeschlagenen Bandbreiten der Risikogewichte fraglich. Darüber hinaus ist aus unserer Sicht den Vorschlägen des Baseler Ausschusses, vor dem Hintergrund der gleichzeitig zur Konsultation stehenden Neugestaltung von Mindestanforderungen der Eigenmittelunterlegung („Floor“ – siehe Punkt 2), eine über KSA-Anwender hinausgehende hohe Bedeutung beizumessen.

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