Überprüfung der Leverage Ratio - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

15. Februar 2016: Überprüfung der Leverage Ratio

Nach der europäischen Bankenverordnung (CRR) müssen Banken seit 2014 eine Leverage Ratio an die Bankenaufsicht melden und seit 2015 auch offenlegen. Die Leverage Ratio setzt als risikounabhängige Verschuldungsquote das regulatorische Eigenkapital ins Verhältnis zum Geschäftsvolumen einer Bank. Durch den Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht und auf EU-Ebene wurde für die Leverage Ratio eine Überprüfung der Quote bis 2017 angekündigt.

Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) soll bis spätestens Mitte 2016 Auswirkungen und Wirksamkeit der Leverage Ratio analysieren. Darauf aufbauend erarbeitet die Europäische Kommission bis Ende 2016 einen Bericht für das Europäische Parlament. Dabei soll die Kommission auch Maßstäbe für die Kalibrierung der Mindestquote von 3 Prozent entwickeln. Höchstwahrscheinlich wird sie einen Aufschlag für national signifikante Institute empfehlen. Die Kommission müsste dann gemeinsam mit dem Parlament eine Änderung der CRR veranlassen, um die Einführung als rechtlich bindende Quote in der Säule 1 durchzusetzen.

Die Leverage Ratio könnte in der jetzigen Form die Finanzierung wichtiger politischer Vorhaben behindern, insbesondere das Verbundgeschäft, die Förderkredite und die Staatsfinanzierung. Ausnahmen sind erforderlich, um diese realwirtschaftlichen Auswirkungen zu vermeiden.

Bereits 2014 hat der Baseler Ausschuss die Berechnungsweise (Methodik und Frequenz) der Leverage Ratio maßgeblich überarbeitet. Allerdings ist der technische Standard zur Umsetzung der geänderten Vorgaben auf EU-Ebene für die Meldung der Quote noch immer nicht in Kraft. Er wird frühestens im Herbst 2016 umgesetzt. Die Institute legen die Leverage Ratio jedoch bereits jetzt nach der angepassten Quote offen; der Standard hierzu wurde im Februar 2016 im Amtsblatt veröffentlicht.

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