Baseler Ausschuss: Bilanzierung erwarteter Kreditverluste - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

22. Mai 2015: Baseler Ausschuss: Bilanzierung erwarteter Kreditverluste

Wertminderungsmodelle auf Grundlage erwarteter Verluste gewinnen in der Rechnungslegung zunehmend an Bedeutung. Mit IFRS 9, Finanz-instrumente, führt auch der International Accounting Standards Board (IASB) sein Modell der erwarteten Verluste ein. Vor diesem Hintergrund hatte der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht am 2. Februar 2015 ein Konsultationspapier zur Bilanzierung erwarteter Kreditverluste veröffentlicht, das umfassende Anforderungen an das Kreditrisikomanagement von Banken im Allgemeinen sowie restriktive Vorgaben zur Umsetzung der neuen Impairment-Vorschriften nach IFRS 9 enthält.
Wir haben uns im Rahmen der Deutschen Kreditwirtschaft an der Konsultation beteiligt und kritisieren die vom Baseler Ausschuss formulierten Anforderungen scharf. Wir bringen zum Ausdruck, dass der Grundsatz der Proportionalität und Materialität im Entwurf nicht ausreichend verankert ist. Insbesondere sollte klargestellt werden, dass diese Grundsätze nicht nur auf Institutsebene, sondern auch auf Portfolioebene gelten. Darüber hinaus sollten die Leitlinien den unterschiedlichen Grad der Implement-ierung von Risikomanagement-Verfahren und deren Prozesse berücksichtigen und nicht den Eindruck erwecken, dass bewährte und regelmäßig überprüfte Methoden und Verfahren des Risiko-managements zu ändern sind. Darüber hinaus kritisieren wir die einschränkende Anwendung der im Standard enthaltenen Vereinfachungsregeln „low credit risk exemption“ und „30-days-past-due rebuttable presumption“.
Der Baseler Ausschuss möchte dem Vernehmen nach sein endgültiges Papier zur Bilanzierung erwarteter Kreditausfälle am 28. Dezember 2015 veröffentlichen. Wir gehen davon aus, dass die hier formulierten Anforderungen anschließend in den aufsichtlichen Überprüfungs- und Überwachungsprozess (Supervisory Review and Evaluation Process – SREP) überführt werden.

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