Bilanzierung von Leasingverhältnissen neu geregelt - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

14. Januar 2016: Bilanzierung von Leasingverhältnissen neu geregelt

Am 13. Januar 2016 hat der International Accounting Standards Board (IASB) den endgültigen International Financial Reporting Standard (IFRS) 16 zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen veröffentlicht. Die Verlautbarung ersetzt die heute geltenden Bestimmungen des International Accounting Standard (IAS) 17 „Leases“ und die zugehörigen Interpretationen.

Nach IFRS 16 müssen Institute grundsätzlich alle Leasinggeschäfte mit ihren Nutzungsentgelten und die korrespondierenden Verpflichtungen beim Leasingnehmer erfassen. Ausnahmen gibt es für Laufzeiten von bis zu zwölf Monaten und geringwertige Objektwerte. Die Bilanzierung beim Leasinggeber entspricht im Wesentlichen den bisherigen Vorschriften des IAS 17. Die Institute müssen IFRS 16 spätestens für Geschäftsjahre anwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Die Übernahme in EU-Recht steht allerdings noch aus.

Mit der Veröffentlichung hat der IASB das bereits seit Juli 2006 mit dem US-amerikanischen Financial Accounting Standards Board (FASB) betriebene Projekt für sich abgeschlossen. Er wollte mit der Überarbeitung die Informationen über die finanziellen Auswirkungen von Leasinggeschäften erheblich verbessern. Im Unterschied zum FASB sieht der IASB nun ein einheitliches Bilanzierungsmodell für Leasingnehmer vor.

Der Right-of-Use-Ansatz verlangt eine Bewertung des neu zu bilanzierenden Vermögenswertes zu Anschaffungskosten. Dies würde den Leverage bei den betroffenen Instituten erhöhen. Aufsichtsrechtlich ist damit eine Erfassung unter den sonstigen Posten geboten, denen ein Risikogewicht von 100 Prozent zugewiesen wird. Dieses müssen die Institute mit Eigenkapital unterlegen.

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