EZB-Verordnungsentwurf zur Meldung von Finanzinformationen auf Basis von FINREP - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

3. Februar 2015: EZB-Verordnungsentwurf zur Meldung von Finanzinformationen auf Basis von FINREP

Zu dem von der Europäischen Zentralbank (EZB) am 23. Oktober 2014 veröffentlichten Entwurf einer Verordnung zur Meldung von Finanzinformationen auf Basis der FINREP-Meldebögen haben wir in einer Stellungnahme der Deutschen Kreditwirtschaft unsere Position an die EZB übermittelt. In unserer Stellungnahme äußern wir grundsätzliches Verständnis für das mit dem vorgelegten Verordnungsentwurf verfolgte Ziel der EZB nach einer besseren Vergleichbarkeit der Finanzinformationen. Wir begrüßen, dass der vorliegende Verordnungsentwurf weder generell eine Änderung der angewendeten Rechnungslegungsstandards, noch der den bankaufsichtlichen Meldungen zugrunde zulegenden Bilanzierungsstandards vorgibt.
Für Einzelinstitute und Institutsteilkonzerne, die aufgrund ihrer Einbindung in eine Institutsgruppe die Anforderungen der FINREP-Templates nach IFRS erfüllen müssen, fordern wir eine Option, dass diese Institute ihre Meldungen auch entsprechend den IFRS-Meldebögen abgeben können. Hinsichtlich der vorgesehenen Umsetzungszeitpunkte sprechen wir uns für eine Verschiebung um jeweils ein Jahr aus. Ferner halten wir zur Abmilderung der administrativen Belastungen, insbesondere für kleinere und mittlere Institute, eine Anhebung der Meldeschwelle von einer Milliarde auf fünf Milliarden Euro – mindestens aber auf drei Milliarden – für geboten.
Hinsichtlich unserer Forderung nach einer „Überleitungshilfe“ für HGB-Institute, die eine zweifelsfreie Bestimmung der Positionen und ein „Mapping“ der Positionen in den Templates ermöglicht, wurde von der deutschen Bankenaufsicht zwischenzeitlich eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, in der die von den HGB-Instituten anzuwendenden Finanzdatenmeldungen nach FINREP mit dem HGB beziehungsweise der RechKredV abgeglichen werden. Im Ergebnis soll zum einen den Instituten eine Ausfüllanweisung und zum anderen der EZB eine valide Grundlage zu den von HGB-Instituten gemeldeten Finanzdaten zur Verfügung gestellt werden.
Wir gehen davon aus, dass die Arbeiten in der Arbeitsgruppe in naher Zukunft beendet werden und den Instituten eine belastbare Grundlage für die Umsetzung der Meldeanforderungen zu Finanzdaten auf HGB-Basis zur Verfügung steht.

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16. September 2019: VÖB Aktuell – September 2019

Mit VÖB Aktuell informieren wir quartalsweise über finanzwirtschaftlich wichtige nationale, europäische und internationale Gesetzgebungsvorhaben. Dabei positionieren wir uns kurz und prägnant zu aktuellen Vorhaben und Themen und berichten über deren jeweiligen Sachstand. mehr

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4. September 2019: VÖB Aktienmarktprognose September 2019

Die Aktienexperten der VÖB-Mitgliedsinstitute Manfred Bucher (BayernLB), Joachim Schallmayer (DekaBank), Claudia Windt (Helaba), Dr. Cyrus de la Rubia (Hamburg Commercial Bank), Uwe Streich (LBBW) und Volker Sack (NORD/LB) stellen ihre Erwartungen für die Aktienmärkte vor. mehr

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28. August 2019: VÖB Digital: Steiniger Weg zur Digitalisierung des Meldewesens in Europa

Dank Digitalisierung soll alles schneller, einfacher und effizienter werden. So auch das Meldewesen in der Kreditwirtschaft, das sich aktuell vor allem durch ein Wirrwarr an behördlichen Zuständigkeiten und eine Vielzahl an Anforderungen auszeichnet. mehr