IASB: Überarbeitung des Rahmenkonzeptes - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

IASB: Überarbeitung des Rahmenkonzeptes

Der International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichte am 28. Mai 2015 einen Entwurf zur Überarbeitung des konzeptionellen Rahmenwerks für die Finanzberichterstattung. Bereits in 2004 hatten IASB und FASB ein Gemeinschaftsprojekt zur Überprüfung und Überarbeitung des Rahmenkonzepts aufgenommen.
Das Rahmenkonzept unterstützt den IASB bei der Weiterentwicklung von Standards und soll dem Ersteller bei Fehlen eines Standards der konsistenten Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dienen. Vor diesem Hintergrund haben wir unsere Positionen in die Stellungnahme der Deutschen Kreditwirtschaft eingebracht.
Wir erachten die Aufnahme der Eigenschaften „Stewardship“ und „Prudence“ in das neue Rahmenwerk als angemessen. Gleichwohl sehen wir einen gewissen Klarstellungsbedarf im Hinblick auf Auslegung und Gewichtung dieser Prinzipien. „Prudence“ sollte im Sinne der Vermeidung einer willkürlichen Bewertung von Vermögenswerten und Schulden verstanden werden.
Darüber hinaus sehen wir erhebliche Schwierigkeiten bei der Beurteilung der neuen Definitionen für Vermögenswerte und Schulden sowie deren künftige Auswirkungen. Insbesondere die Neudefinition des Begriffs Verbindlichkeiten könnte nach unserem Verständnis zur Ausweitung des Begriffsverständnisses führen, da auf die praktische Möglichkeit der Vermeidung eines Transfers abgestellt wird. Der Verweis auf die „customary practices“ darf sich nicht nachteilig für die bisherige Klassifizierung von Instrumenten als Eigenkapital auswirken. Vor dem Hintergrund des avisierten Forschungsprojektes zur Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital und der daraus resultierenden erneuten Anpassung der Begrifflichkeiten, sollte die Definition des Begriffs Verbindlichkeiten bis zum Abschluss des Forschungsprojektes nicht angepasst werden.
Zusätzlich halten wir es für sinnvoll, eingedenk der Bedeutung des Geschäftsmodells für die Rechnungslegung das Konzept auch im Rahmenkonzept zu verankern. Sowohl für die Auswahl der geeigneten Bewertungsbasis als auch für die Definition von „Performance“ könnte das Geschäftsmodell eine gute Diskussionsgrundlage darstellen.

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