IFRS 9 - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

25. November 2016: IFRS 9

Das EU-Parlament hat keinen Widerspruch zur Umsetzung von IFRS 9 eingelegt. Somit wird der Standard in Kürze in europäisches Recht übernommen. In einer entsprechenden Entschließung fordert das EU-Parlament die EU-Kommission auf, bis Ende 2017 angemessene Schritte für die bankaufsichtliche Behandlung vorzuschlagen. Insbesondere sollen ungerechtfertigte Auswirkungen auf die Eigenkapitalquoten aufgrund des neuen Wertminderungsmodells verhindert werden.

Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht konsultiert derzeit die Übergangsbestimmungen zur bankaufsichtlichen Behandlung des IFRS-9-Wertminderungsmodells. Er plant die Minderung des harten Kernkapitals, die sich aus den höheren Wertberichtigungen ergibt, über einen Zeitraum von wahrscheinlich drei Jahren zu verteilen. Im Rahmen der CRR-Änderungen sollen die Minderungen des harten Kernkapitals hingegen über einen Zeitraum von fünf Jahren verteilt werden.

Die European Banking Authority (EBA) hat ihre erste Auswirkungsstudie zu IFRS 9 veröffentlicht. Mit der Erstanwendung des neuen Standards zum 1. Januar 2018 wird im Durchschnitt eine um 18 Prozent höhere Risikovorsorge erwartet. Für das harte Kernkapital rechnet die EBA mit einer durchschnittlichen Verringerung um 59 Basispunkte. Zur Aktualisierung dieser ersten Ergebnisse wird die EBA eine zweite Studie durchführen.

Zusätzlich hat die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) eine öffentliche Erklärung zur erstmaligen Anwendung von IFRS 9 herausgegeben. Sofern im Rahmen der Jahresabschlüsse 2016 eine verlässliche Quantifizierung der Auswirkungen nicht möglich ist, sollten zusätzliche qualitative Informationen angegeben werden. Spätestens zum Zeitpunkt der Zwischenabschlüsse 2017 sollen die Auswirkungen von IFRS 9 angemessen und verlässlich bestimmbar sein.

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