IFRS 9 – Wertberichtigungen - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

23. August 2016: IFRS 9 – Wertberichtigungen

Im Hinblick auf eine einheitliche und angemessene Umsetzung des Modells der erwarteten Kreditverluste (ECL-Modell) wurden zahlreiche Papiere veröffentlicht. Besonders hervorzuheben sind die Leitlinien vom Baseler Ausschuss mit seiner EBA-Umsetzung als „Leitlinien zur Risikomanagement-Praxis und zur Bi-lanzierung von erwarteten Kreditverlusten“. Auch das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) arbeitet derzeit an einer Fortsetzung des IDW ERS HFA 48 mit Auslegungen zur Wertminderung. Weiterhin hat das Global Public Policy Committee (GPPC) der weltweit sechs größten Wirtschaftsprüfungsnetzwerke ein Papier mit Anforderungen an die Governance und an die Umset-zung des ECL-Modells veröffentlicht.

Sehr konservative Auslegungen von IFRS 9 in dem Entwurf des Baseler Ausschusses wurden teilweise deutlich reduziert. Ermessensspielräume des Standards werden allerdings weiterhin eingeschränkt. Im Entwurf der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) wurden die Leitlinien mit unwesentlichen Veränderungen übernommen. Spätestens im SREP-Prozess der Europäischen Zentralbank (EZB) werden die Leitlinien durch Kapitalanforderungen Beachtung finden. Wir werden uns weiterhin dafür aussprechen, dass Bankaufseher nicht in die Rechnungslegung eingreifen.

Zum GPPC-Papier hatte keine Konsultation stattgefunden. Im Wesentlichen haben die gleichen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften dazu beigetragen wie zum HFA 48. Aus unserer Sicht kann mit Einschränkungen dahingehend gerechnet werden, dass explizit vorgegeben wird, welche Auslegungen nicht standardkonform sind. Die Vielstimmigkeit der Umsetzungshinweise, im Falle der Wirtschaftsprüfer sogar aus dem Kreis der gleichen Stakeholder, erleichtert die Umsetzung nicht.

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