IFRS 9 - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

18. Januar 2017: IFRS 9

Im Dezember 2016 hat eine technische Diskussion zu IFRS 9 bei der European Banking Authority (EBA) in London stattgefunden. Die Ergebnisse der ersten Auswirkungsstudie wurden zur Diskussion gestellt. Institute beabsichtigen eine einheitliche Definition von Ausfall zu verwenden. Die größte Herausforderung sei für viele die Verfügbarkeit von Daten und Ressourcen.

Banken nutzen einen PD x LGD-Ansatz sowie eine Kombination von qualitativen und quantitativen Indikatoren zur Beurteilung einer signifikanten Verschlechterung. Ungefähr die Hälfte der befragten Institute planen die Nutzung der „low credit risk exemption“ und die meisten beabsichtigen, mehrere makroökonomische Szenarien zu verwenden. Die Nutzung der 30dpd-Vereinfachungsregelung wird zudem von den meisten Banken berücksichtigt, allerdings nicht als primärer Indikator. Bezüglich der makroökonomischen Szenarien wäre die Vorgabe einer spezifischen Anzahl an notwendigen Szenarien nicht zielführend.

Einige Banken vertreten die Ansicht, dass die Nutzung eines Baseline-Szenarios, welches mit externen Prognosen verbunden ist, bereits ausreichen sollte. Die Berücksichtigung von Nichtlinearität sei bei der Berechnung von Szenarien von hoher Relevanz. Die EBA hat bereits eine zweite Auswirkungsstudie mit den gleichen Instituten gestartet und die EZB eine thematische Überprüfung, die dieselben quantitativen Angaben abfragt.

Die CRR-Änderungen sehen eine fünfjährige Über-gangsphase für den Erstanwendungseffekt von IFRS 9 vor. Das Inkrafttreten wird aller Voraussicht nach jedoch erst ab dem 1. Januar 2018 geschehen. Überlegungen für ein separates Vorgehen zu IFRS 9 in der CRR, mit dem Ziel bis Ende 2017 in Kraft zu treten, scheinen verworfen worden zu sein. Somit bestünde bei einem Inkrafttreten im Jahr 2018 die Möglichkeit, den Übergangseffekt im Jahresabschluss zu nutzen, nicht jedoch im ersten Zwischenabschluss.

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