IFRS 9 – Neueste Entwicklungen - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

20. November 2017: IFRS 9 – Neueste Entwicklungen

Im Zuge der Einführung von IFRS 9 entstehen zusätzliche Herausforderungen zum einen durch zahlreiche Interpretationen und Leitlinien. Zum anderen durch aufsichtsrechtliche Anforderungen. Derzeit nähert sich die letzte Konsultation des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) vor Inkrafttreten von IFRS 9, im Rahmen einer Fortsetzung des IDW RS HFA 48 mit Anwendungsfragen zu Modifikationen finanzieller Vermögenswerte, dem Ende. In dem Papier wird erstmals eine Reihenfolge der Prüfung von Abgang und Modifikation festgelegt. Diese Klarstellung löste innerhalb der Wirtschaftsprüfungsgesellschaften bereits größere Diskussionen aus. Da der Standard keine Reihenfolge der Abgangsprüfung vorgibt, sollte dies aus unserer Sicht im Rahmen der Accounting Policies entschieden werden.
Die Umstellung auf IFRS 9 führt ohnehin zu erheblichen prozessualen und IT-technischen Aufwendungen. Hinzu kommen zeitliche Konflikte bei den abzugebenden Meldungen im ersten Quartal 2018, welche aufgrund von IFRS 9 deutlich angepasst wurden. Auch der EBA-Stresstest 2018 wird auf IFRS 9 Zahlen basieren. Sowohl die Stufenzuordnung als auch die Berechnung der lifetime expected credit losses (ECL) dürften dabei mit Herausforderungen verbunden sein. Standardisierte Wertberichtigungstools für den Linienbetrieb erscheinen nicht agil genug, um unter den Annahmen des Stresstests flexibel rechnen zu können.
Zur Beschränkung der Erstanwendungseffekte von IFRS 9 auf das harte Kernkapital werden schließlich im Fast-Track-Verfahren der CRR-Änderungen bis Ende des Jahres Übergangsregelungen verabschiedet. Institute haben somit die Möglichkeit, die Auswirkungen einer erhöhten Risikovorsorge durch IFRS 9 auf das harte Kernkapital stufenweise einzuführen. Die Verhandlungsdelegationen des Europäischen Rates und des EU-Parlaments haben sich in den Trilogverhandlungen auf einen statischen Ansatz mit dynamischer Komponente geeinigt.

Publikationen

1. April 2019: VÖB Digital: Eigenregie oder Outsourcing?

Eine starke deutsche und europäische Volkswirtschaft braucht starke heimische Banken. Wie erfolgreich sich die deutschen und europäischen Banken im internationalen Wettbewerb positionieren werden, hängt entscheidend davon ab, wie ihnen die Digitalisierung ihrer Geschäftsmodelle und -prozesse gelingt. mehr

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28. März 2019: VÖB Kapitalmarktprognose – März 2019

Die Kapitalmarktexperten der VÖB-Mitgliedsinstitute Alexander Aldinger (BayernLB), Michael Klawitter (DekaBank), Christoph Kutt (DZ BANK AG), Ulf Krauss (Helaba), Sintje Boie (Hamburg Commercial Bank AG), Dr. Jens-Oliver Niklasch (LBBW) und Christian Lips (NORD/LB) stellen ihre Erwartungen für die Kapitalmärkte vor. mehr

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18. März 2019: VÖB-Positionen zur Europawahl 2019

Im Mai werden die Weichen für die Stabilität und Zukunftsfähigkeit Europas gestellt. Damit die deutschen und europäischen öffentlichen Banken weiterhin ihren starken Beitrag zu einem wettbewerbsfähigen Europa leisten können, brauchen wir zukunftsorientierte Rahmenbedingungen. mehr