Finanzinstrumente nach IFRS 9: Aktueller Sachstand - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

21. Februar 2014: Finanzinstrumente nach IFRS 9: Aktueller Sachstand

Rechenschieber
Der International Accounting Standards Board (IASB) hat seine Folgeberatun-gen zur Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten (IFRS 9) fortge-setzt und teilweise gemeinsam mit seinem US-amerikanischen Pendant Financial Accounting Standards Board (FASB) abgehalten. Die im Standardentwurf vorgesehenen Vorschriften zur Klassifizierung und Bewertung (Phase 1) und zur Risikovorsorge (Phase 2) wurden vom IASB überwiegend bestätigt. Die Bilanzierung von allgemeinen Sicherungsbeziehungen (Phase 3) gilt mit Veröffentlichung der finalen Vorschriften nunmehr als abgeschlossen. Die Regelungen zum sog. Macro Hedge Accounting für offene Portfolien wurden indes in ein separates Teilprojekt überführt und werden nunmehr losgelöst von IFRS 9 behandelt. Der IASB möchte offiziell noch im ersten Quartal 2014 ein erstes Diskussionspapier hierzu veröffentlichen.

Ursprünglich wollten IASB und FASB die Bilanzierung von Finanzinstrumenten harmonisieren und die Suche nach Kompromisslösungen auf fachlicher Ebene durchführen, um der Aufforderung der Finanzminister und Zentralbankgouverneure der G20 nach mehr Konvergenz nachzukommen. Bereits bei den Diskussionen zur Risikovorsorge zeichnete sich jedoch früh ab, dass sich beide Standardsetzer nicht auf ein gemeinsames Modell einigen werden. Auch bei der Klassifizierung von Finanzinstrumenten steht eine Konvergenz von IASB und FASB offensichtlich nicht mehr im Vordergrund. Überraschend hatte der FASB jüngst verkündet, dass sich die Klassifizierung von Finanzinstrumenten zukünftig eher an den bestehenden Vorschriften nach US-GAAP orientieren wird. Die Konvergenzbestrebungen bei IFRS 9 können demnach als beendet angesehen werden.

Noch im ersten Halbjahr 2014 möchte der IASB die endgültigen Vorschriften zu IFRS 9 veröffentlichen. Zeitpunkt des Inkrafttretens von IFRS 9 soll nach aktuellem Diskussionsstand der 1. Januar 2018 sein. Voraussetzung für die Rechtsverbindlichkeit des neuen Standards wäre allerdings noch die Anerken-nung (Endorsement) durch die Europäische Union.

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Die jüngste Ausgabe der „Aktuellen Positionen zur Banken- und Finanzmarktregulierung“ informiert über den Sachstand der wichtigsten Regulierungsthemen und die Positionen des VÖB. mehr

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Die Kapitalmarktexperten der VÖB-Mitgliedsinstitute Alexander Aldinger (BayernLB), Dr. Ulrich Kater (DekaBank), Birgit Henseler (DZ BANK AG), Ulf Krauss (Helaba), Sintje Boie (Hamburg Commercial Bank AG), Dr. Jens-Oliver Niklasch (LBBW) und Christian Lips (NORD/LB) stellen ihre Erwartungen für die Kapitalmärkte vor. mehr

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