Leitlinien zu Kreditrisiken und der Bilanzierung erwarteter Kreditverluste veröffentlicht - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

21. Dezember 2015: Leitlinien zu Kreditrisiken und der Bilanzierung erwarteter Kreditverluste veröffentlicht

Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht hat am 18. Dezember 2015 die endgültigen Leitlinien zu Kreditrisiken und der Bilanzierung erwarteter Kreditverluste (BCBS 350) veröffentlicht. Er hat sowohl die Zielsetzung als auch den Anwendungsbereich im Vergleich zum Entwurf deutlich geschärft.

Insbesondere wird der Anwendungsbereich auf die Aspekte der Beurteilung und Ermittlung der erwarteten Verluste limitiert, die für die Risikovorsorge unter dem anzuwendenden Rechnungslegungsrahmen relevant sind. Zudem ist keine Vereinheitlichung der Ermittlung erwarteter Verluste unter den verschiedenen Rechnungslegungsregimen vorgesehen. Die Institute müssen auch keine Risikovorsorge mit erwarteten Verlusten bilden, wenn sie nach eingetretenen Verlusten bilanzieren. Schlussendlich stellt der Baseler Ausschuss klar, dass nur das Kreditgeschäft unter den Anwendungsbereich fällt. Zur Anwendung führt er die Ansätze Proportionalität und Materialität ein. Der Baseler Ausschuss reduziert bisher sehr konservative Auslegungen von IFRS 9 (International Financial Reporting Standard 9 – Finanzinstrumente) teils deutlich.

Die European Banking Authority (EBA) hat angekündigt, mittels Leitlinien ihrerseits eine Umsetzung des BCBS 350 in der Europäischen Union vorzunehmen, Sie will diese noch im ersten Halbjahr 2016 als Konsultationspapier veröffentlichen. Dies dürfte dazu führen, dass die Leitlinien spätestens im aufsichtlichen Überprüfungs- und Bewertungsprozess (Supervisory Review and Evaluation Process – SREP-Prozess) der Europäischen Zentralbank (EZB) durch Kapitalanforderungen beachtet werden. Wir werden uns weiterhin dafür aussprechen, dass Bankaufseher nicht in die Rechnungslegung eingreifen sollen.

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