EU-Regulierung der Abschlussprüfung - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

8. Mai 2014: EU-Regulierung der Abschlussprüfung

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Nach fast drei Jahren Verhandlungen wurden die Vorschläge zur Regulierung der Abschlussprüfung im April 2014 durch Änderung der Abschlussprüfer-Richtlinie und Einführung einer Verordnung für Unternehmen von öffentlichem Interesse verabschiedet.

Vorgesehen ist zur Begrenzung der Mandatslaufzeit die Einführung eines externen Rotationsverfahrens. Demnach wird die Laufzeit des Prüfungsmandats grundsätzlich auf 10 Jahre, im Falle der Durchführung eines öffentlichen Ausschreibungsverfahrens auf 20 Jahre begrenzt. Bei Joint Audits kann das Zeitfenster auf bis zu 24 Jahre ausgedehnt werden. Mit dem Ziel der Verbesserung der Unabhängigkeit des Prüfers, wird durch Einführung einer „Black List“ die Erbringung von bestimmten Nichtprüfungsleistungen wie Steuerberatungs- und Beratungsdienstleistungen verboten. Der Umfang von erlaubten Nichtprüfungsleistungen wird bei 70 % des durchschnittlichen Prüfungsleistungshonorars der letzten drei Jahre gekappt. Die Bestimmungen der geänderten Richtlinie sowie der Verordnung sollen mehrheitlich binnen zwei Jahren nach Inkrafttreten wirksam werden. Für die Einführung der externen Rotationspflicht wurden spezielle Übergangsbestimmungen von sechs bzw. neun Jahren geschaffen.

Die Auswirkungen für die Banken als Nachfrager von Prüfungs- und Nichtprüfungsleisten sind bisher nur bedingt abschätzbar. Die Anforderungen aus der geänderten Richtlinie müssen noch in nationales Recht umgesetzt werden. Darüber hinaus besteht sowohl in der Richtlinie als auch in der Verordnung eine Vielzahl an Mitgliedstaatenwahlrechten, die je nach Ausübung zu einer strengeren Regulierung führen können.

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