Förderbanken - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

Förderbanken

VÖB
Die Förderbanken in Deutschland sind wesentliche Elemente der Ordnungspolitik. Sie engagieren sich in Geschäftsfeldern, die den staatlichen Zielen untergeordnet sind, und in denen der Markt nicht zu den gewünschten Ergebnissen führt. Somit orientieren sie sich im Wesentlichen an politischen und gesellschaftlichen Zielen.

Die deutschen Förderbanken agieren im öffentlichen Auftrag und sind in ihren gesetzlich zugewiesenen Aktionsfeldern europarechtlich anerkannt: Im Rahmen der Diskussion über Anstaltslast und Gewährträgerhaftung der öffentlichen Banken wurden im Jahr 2002 für die deutschen Förderbanken Grundregeln aufgestellt, die ausdrücklich die staatlichen Garantien bestätigen (Verständigung II). Entsprechend dieser Grundregeln müssen sie sich auf ihre Förderaufgaben konzentrieren: von der Wirtschaftsförderung, insbesondere für Mittelstand und Existenzgründer, über Wohnungsbauförderung und Stadtentwicklung bis hin zur Umweltschutz-, Forschungs- und Entwicklungs- sowie Infrastrukturförderung. Aufgrund der staatlichen Garantien können sich die deutschen Förderbanken auf den Kapitalmärkten günstig refinanzieren. Diese Vorteile sowie das Bank-Know-how ermöglichen es ihnen, auch angesichts der knappen Budgets in den öffentlichen Haushalten vergünstigte Finanzierungen effizient und effektiv anzubieten.

Unser Informationsangebot zu den Förderbanken auf einen Blick:



1. Überblick über alle Förderbanken des Bundes und der Länder
Diese Grafik gibt einen Überblick über alle Förderbanken des Bundes und der Länder und stellt deren aktuellen Beschäftigtenzahlen, Bilanzsummen und Anteilseigner dar.

2. Aufgaben und Handlungsfelder der Förderbanken
Die Broschüre Förderbanken in Deutschland - Unterwegs im öffentlichen Auftrag gibt einen Überblick über die Aufgaben, Handlungsfelder und Eigentumsverhältnisse der deutschen Förderbanken.


3. Fördergeschäft in Deutschland – Aktivitäten der deutschen Förderbanken
Die Statistik „Fördergeschäft in Deutschland“ stellt Zuschüsse, Darlehen und Bürgschaften dar, welche die Förderbanken in verschiedenen Förderbereichen ausgereicht haben.

4. Europarechtliche Grundlagen
Im Rahmen der Auseinandersetzung um Anstaltslast und Gewährträgerhaftung deutscher öffentlicher Banken mit der EU-Kommission hat man sich im Jahr 2001 auf die Abschaffung von Anstaltslast und Gewährträgerhaftung für Sparkassen und Landesbanken (Verständigung I) und im Jahr 2002 auf die Beibehaltung staatlicher Garantien für Förderbanken (Verständigung II) geeinigt.Die Beibehaltung der staatlichen Garantien für Förderbanken wurde dabei mit einer Festlegung bezüglich der geschäftlichen Aktivitäten verbunden, die sich auf ihre jeweiligen Förderaufgaben konzentrieren und damit den Wettbewerb nicht beeinträchtigen.

5. Broschürenreihe „Fördern und Finanzieren“
Die Broschürenreihe „Fördern und Finanzieren“ zeigt, welche Beiträge die deutschen Förderbanken in ausgewählten Bereichen der regionalen und überregionalen Förderung leisten, und wie vielfältig die Palette ihrer Fördermaßnahmen ist. Jede Ausgabe widmet sich einem speziellen Thema und bietet alle Förderprogramme auf einen Blick.

Publikationen

23. Mai 2018: Die Folgen von „Basel IV“ – eine quantitative Untersuchung

In unserer Studie „Die Folgen von Basel IV“ analysieren wir die Auswirkungen des „Basel IV“-Reformpakets auf die risikogewichteten Aktiva (RWA) auf die deutschen Top 16-Banken (sogenannte „Musterbank“). mehr

Publikationen

23. April 2018: Positionspapier: EU Förderpolitik auch nach 2020 erfolgreich fortsetzen

Förderbanken in Deutschland setzen EU-Mittel im Rahmen der geteilten Mittelverwaltung, der indirekten Umsetzung oder als Intermediäre zusammen mit der Europäischen Investitionsbank(EIB)-Gruppe um und leisten damit einen wertvollen Beitrag zur Erreichung gemeinsamer Ziele. mehr

Publikationen

5. April 2018: Studie: Drei Jahre EZB-Wertpapierankäufe

Notenbankpolitik fand seit der Finanzkrise nur noch im Ausnahmezustand statt: sowohl in Bezug auf das Ziel der Stabilisierung eines Finanzsystems als auch mit Blick auf die Instrumente, die in Gestalt von Negativzinsen und enormen Markteingriffen historisch beispiellos sind. mehr