ESA-Review - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

19. Mai 2017: ESA-Review

Aktuell wird die Arbeit der seit 2011 operierenden Behörden, Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA), European Securities and Markets Authority (ESMA) und European Insurance and Occupational Pensions Authority (EIOPA), sogenannte ESAs, evaluiert. In diesem Zusammenhang hat die EU-Kommission am 23. März 2017 ein Konsultationspapier zur Überarbeitung des Regelungsrahmens und der Befugnisse der ESAs veröffentlicht. Auf Basis der Ergebnisse der Konsultation möchte die EU-Kommission im dritten Quartal 2017 einen Vorschlag veröffentlichen, der eine Stärkung der Kompetenzen von ESMA vorsieht. Das Konsultationspapier greift im Wesentlichen bereits bekannte Fragestellungen auf. So wird diskutiert, inwieweit Optimierungsbedarf der ESAs hinsichtlich Aufgaben und Kompetenzen besteht und ob sich daraus die Notwendigkeit einer Kompetenzerweiterung der ESAs ergibt. Die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) weist in ihrer Stellungnahme auf die Problematik hin, dass die ESAs auch solche Sachverhalte zu regeln versuchen, die aufgrund ihrer politischen Relevanz einem Gesetzgeber vorbehalten bleiben sollten.
Auch eine Übertragung der Kompetenz für den Bereich Verbraucherschutz wird kritisch gesehen. Eine Zuständigkeit der nationalen Aufsicht (BaFin) erscheint hier effizienter aufgrund der starken Verankerung des Verbraucherschutzes im nationalen Zivilrecht. In Bezug auf eine strukturelle Veränderung der Europäischen Aufsichtsstruktur ist hervorzuheben, dass im Konsultationspapier explizit eine mögliche Verschmelzung von EBA und EIOPA Erwähnung findet. Die DK spricht sich dabei für eine Verlegung der EBA nach Frankfurt am Main aus. Weiterhin wird die zukünftige Finanzierung der ESAs zur Debatte gestellt. In ihrer Stellungnahme weist die DK darauf hin, dass die Finanzierung der ESAs nicht zu höheren Kosten in den Instituten führen darf, ins-besondere im Hinblick auf mögliche negative Auswirkungen für den Endkunden.

Publikationen

1. April 2019: VÖB Digital: Eigenregie oder Outsourcing?

Eine starke deutsche und europäische Volkswirtschaft braucht starke heimische Banken. Wie erfolgreich sich die deutschen und europäischen Banken im internationalen Wettbewerb positionieren werden, hängt entscheidend davon ab, wie ihnen die Digitalisierung ihrer Geschäftsmodelle und -prozesse gelingt. mehr

Publikationen

28. März 2019: VÖB Kapitalmarktprognose – März 2019

Die Kapitalmarktexperten der VÖB-Mitgliedsinstitute Alexander Aldinger (BayernLB), Michael Klawitter (DekaBank), Christoph Kutt (DZ BANK AG), Ulf Krauss (Helaba), Sintje Boie (Hamburg Commercial Bank AG), Dr. Jens-Oliver Niklasch (LBBW) und Christian Lips (NORD/LB) stellen ihre Erwartungen für die Kapitalmärkte vor. mehr

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18. März 2019: VÖB-Positionen zur Europawahl 2019

Im Mai werden die Weichen für die Stabilität und Zukunftsfähigkeit Europas gestellt. Damit die deutschen und europäischen öffentlichen Banken weiterhin ihren starken Beitrag zu einem wettbewerbsfähigen Europa leisten können, brauchen wir zukunftsorientierte Rahmenbedingungen. mehr