Benchmark-Verordnung - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

16. Februar 2018: Benchmark-Verordnung

Die Benchmark-Verordnung (Benchmark-VO) ist seit dem 1. Januar 2018 anzuwenden, wobei für bestimmte Regelungen eine zweijährige Übergangsphase gilt. In Bezug auf Level-II-Rechtsakte hatte die EU-Kommission bereits im Herbst 2017 vier delegierte Verordnungen erlassen. Diese wurden nun nach Annahme durch den Rat und das EU-Parlament am 17. Januar 2018 im Amtsblatt der EU veröffentlicht.
In Bezug auf die neue Benchmark, die von der Europäischen Zentralbank (EZB) entwickelt wird, hat die EZB am 2. Februar 2018 gemeinsam mit ESMA, der EU-Kommission und der belgischen Finanzmarktaufsicht die Mitglieder der Benchmark-Expertengruppe bekanntgegeben. Vier der insgesamt fünf deutschen Vertreter sind VÖB-Mitglieder, was der Bedeutung unserer Institute beim europäischen Geldhandel entspricht.
Aufgabe der Gruppe ist es, die genannten Institutionen bei der Schaffung von Alternativen für die wichtigsten Benchmarks des EURO-Raums zu beraten. Dies betrifft insbesondere die Nachfolge des EONIA, für den der Administrator (EMMI) am 1. Februar 2018 den Review-Prozess ergebnislos eingestellt hat. Eine Verwendung des EONIA nach dem 31. Dezember 2019 wird voraussichtlich nicht mehr möglich sein.
Im Übrigen wurde LIBOR mit Wirkung zum 29. Dezember 2017 als dritter Referenzwert nach EURIBOR und EONIA in die Liste kritischer Benchmarks im Sinne der Benchmark-VO (Art. 20 I BMR) aufgenommen. Nichtsdestotrotz gehen wir davon aus, dass der LIBOR nach 2021 nicht mehr bereitgestellt wird.

Publikationen

2. Dezember 2019: VÖB Aktuell – Dezember 2019

Mit VÖB Aktuell informieren wir quartalsweise über finanzwirtschaftlich wichtige nationale, europäische und internationale Gesetzgebungsvorhaben. Dabei positionieren wir uns kurz und prägnant zu aktuellen Vorhaben und Themen und berichten über deren jeweiligen Sachstand. mehr

Publikationen

18. November 2019: VÖB-Wirtschaftsampel: „Basel IV“ und die Realwirtschaft

Traditionell gilt die deutsche Wirtschaft, insbesondere der Mittelstand, als bankenfinanziert. Ausgehend von diesem Befund beleuchtet die aktuelle Ausgabe der VÖB-Wirtschaftsampel die Nebenwirkungen, die regulatorische Verschärfungen für Banken auf die Realwirtschaft entfalten können. mehr

Publikationen

31. Oktober 2019: Kreditwirtschaftlich wichtige Vorhaben der EU

Unsere VÖB-Standardwerk umfasst wesentliche Entwicklungen im Bankaufsichtsrecht, im Kapitalmarktbereich sowie in den Bereichen Steuern und Zahlungsverkehr. Weiterhin enthält die Publikation Kapitel über den Verbraucherschutz, die Geldwäschebekämpfung, Wettbewerb und Beihilfe sowie Zivil- und Verfahrensrecht. mehr