Benchmark-Verordnung, Verlängerung der Übergangsfrist - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

23. Mai 2019: Benchmark-Verordnung, Verlängerung der
Übergangsfrist

Die Benchmark-Verordnung (BMR) ist seit dem 1. Januar 2018 anzuwenden, wobei für bestimmte Regelungen eine zweijährige Über-
gangsphase gilt. Die BMR sieht insbesondere vor, dass Benchmarks künftig möglichst auf objektiven und hinreichend vielen Trans-
aktionsdaten beruhen müssen, damit Mani-
pulationen verhindert werden.
Kritische Benchmarks wie zum Beispiel EONIA und EURIBOR erfüllen diese Voraussetzung in ihrer jetzigen Form nicht, weshalb eine Ver-
wendung nach Ablauf der Übergangsphase nicht mehr möglich sein wird. Als Nachfolger des EONIA wird deshalb ab Oktober 2019, kurz vor Ende der Übergangsphase, eine EZB-eigene Overnight Rate (€ Short Term Rate – €STER) veröf-
fentlicht. Für den EURIBOR arbeitet das EMMI als Administrator an einer Reform.
Aufgrund dieser Ungewissheiten und des nahenden Endes der Übergangsphase haben sich EU-Kommission, EU-Parlament und Rat am 25. Februar 2019 im Rahmen der Trilogverhandlungen zum Dossier „Low carbon benchmarks/positive carbon impact benchmarks“ geeinigt, die Übergangs-
phase für kritische Benchmarks bis Ende 2021 zu verlängern. Damit bleiben dem Markt und den Nutzern mehr Zeit, die in der Praxis so wichtigen kritischen Benchmarks an den Anforderungen der EU-Vorgaben auszurichten und die Nutzung der neuen Benchmarks vorzubereiten.
Aufgrund der Kurzfristigkeit der Trilogeinigung und der Überlastung des sprachjuristischen Dienstes kann eine finale Bestätigung der Trilogeinigung sowohl vom Parlament als auch vom Rat jedoch erst in der neuen Legislaturperiode erfolgen.
Wir gehen davon aus, dass die Verlängerung der Übergangsphase durch diese Verschiebung nicht gefährdet ist, da das Dossier in der ersten Lesung des EU Parlaments angenommen wurde.

Publikationen

2. Dezember 2019: VÖB Aktuell – Dezember 2019

Mit VÖB Aktuell informieren wir quartalsweise über finanzwirtschaftlich wichtige nationale, europäische und internationale Gesetzgebungsvorhaben. Dabei positionieren wir uns kurz und prägnant zu aktuellen Vorhaben und Themen und berichten über deren jeweiligen Sachstand. mehr

Publikationen

18. November 2019: VÖB-Wirtschaftsampel: „Basel IV“ und die Realwirtschaft

Traditionell gilt die deutsche Wirtschaft, insbesondere der Mittelstand, als bankenfinanziert. Ausgehend von diesem Befund beleuchtet die aktuelle Ausgabe der VÖB-Wirtschaftsampel die Nebenwirkungen, die regulatorische Verschärfungen für Banken auf die Realwirtschaft entfalten können. mehr

Publikationen

31. Oktober 2019: Kreditwirtschaftlich wichtige Vorhaben der EU

Unsere VÖB-Standardwerk umfasst wesentliche Entwicklungen im Bankaufsichtsrecht, im Kapitalmarktbereich sowie in den Bereichen Steuern und Zahlungsverkehr. Weiterhin enthält die Publikation Kapitel über den Verbraucherschutz, die Geldwäschebekämpfung, Wettbewerb und Beihilfe sowie Zivil- und Verfahrensrecht. mehr