Abgrenzung von Devisenkassa- und -termingeschäften - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

14. Mai 2014: Abgrenzung von Devisenkassa- und -termingeschäften

Bulle und Bär
Im Mai 2014 hat die EU-Kommission ein Konsultati-onsverfahren zu der Frage der Abgrenzung von Devisenkassageschäften (FX-Spot) eröffnet. Hintergrund hierfür ist eine Anfrage der European Securities and Markets Authority (ESMA) vom Februar 2014, mit welcher ESMA die Kommission um die Klarstellung des Derivatebegriffs unter EMIR gebeten hatte. Die Kommission stellt insoweit fest, dass zwar Devisentermingeschäfte (FX-Forward) unter den Finanzinstrumentebegriff unter EMIR fallen, eine klare Abgrenzung zu Devisenkassageschäften jedoch fehle.
Zur Klarstellung beabsichtigt die Kommission eine europaweit einheitliche Definition der Devisenkassageschäfte und verweist hierzu auf die Definition der Finanzinstrumente unter MiFID. Dieser Finanzinstrumentebegriff dient bereits als Basis für andere EU-Finanzmarktregulierungen, erfasst indes nicht Devisenkassageschäfte.
Die Abgrenzung von Devisenkassa- von Devisentermingeschäften erfolgt anhand der Lieferzeiten und muss die Usancen des jeweiligen Marktes berücksichtigen. Wegen der grenzüberschreitenden Natur des Devisengeschäfts sollten dabei auch die Üblichkeiten auf den US-amerikanischen und asiatischen Märkten Berücksichtigung finden. Danach erscheint uns eine durchgehende Abgrenzung anhand einer dreitägigen Erfüllungsfrist, wie derzeit diskutiert wird, zu undifferenziert. Stattdessen treten wir auch unter Berücksichtigung des Art. 272 CRR für eine Grenzziehung bei fünf Tagen ein.

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