ESA-Review - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

19. Februar 2019: ESA-Review

Aktuell wird die Arbeit der seit 2011 operierenden Europäischen Finanzauf-
sichtsbehörden (ESAs) evaluiert. Der Vor-
schlag der EU-Kommission sieht eine Erweite-
rung der Aufsichtskompetenzen der ESAs zu Lasten der nationalen Aufsichtsbehörden vor. Insbesondere die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) soll in Zukunft deutlich mehr Aufsichtskompetenz erhalten.
Im Hinblick auf die Finanzierung ist geplant, die Institute zukünftig direkt an den Aufsichts-
kosten zu beteiligen. Der bisher fixe Anteil des EU-Budgets an der Finanzierung soll in eine variable Beteiligung von bis zu 40 Prozent umge-
wandelt werden. Organisatorisch ist vorgesehen, das Management Board durch ein Executive Board (bestehend aus unabhängigen Vollzeitmitgliedern und einem Vorsitzenden) zu ersetzen, wodurch der Einfluss des Board of Supervisors und somit der National Competent Authorities (NCAs) deutlich reduziert würde.
Vor dem Hintergrund der im vergangenen Jahr aufgedeckten Geldwäscheskandale wurde darüber hinaus eine Kompetenzerweiterung der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) im Bereich Geldwäscheprävention in den laufenden ESA-Review aufgenommen.
Der ECON-Ausschuss des Parlaments hat kürzlich seinen Bericht zu den Vorschlägen der EU-Kom-
mission vorgelegt. Der Bericht sieht im Vergleich zum Vorschlag der EU-Kommission eine fixe Beteiligung der EU an den Kosten der Aufsichtsbehörden von mindestens 35 Prozent vor.
In Bezug auf die Neuorganisation der ESAs sieht der Bericht, wie der Vorschlag der EU-Kommission, die Einführung eines Executive Board vor, schränkt dessen Kompetenzen allerdings ein. Der Rat hat seine allgemeine Ausrichtung am 12. Februar 2019 auf dem ECOFIN-Ratstreffen getroffen, sodass die Trilogverhandlungen am 14. Februar 2019 gestartet sind. Ein Abschluss der Verhandlungen vor dem Ende der Legislaturperiode könnte somit aus unserer Sicht noch möglich sein.

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1. April 2019: VÖB Digital: Eigenregie oder Outsourcing?

Eine starke deutsche und europäische Volkswirtschaft braucht starke heimische Banken. Wie erfolgreich sich die deutschen und europäischen Banken im internationalen Wettbewerb positionieren werden, hängt entscheidend davon ab, wie ihnen die Digitalisierung ihrer Geschäftsmodelle und -prozesse gelingt. mehr

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28. März 2019: VÖB Kapitalmarktprognose – März 2019

Die Kapitalmarktexperten der VÖB-Mitgliedsinstitute Alexander Aldinger (BayernLB), Michael Klawitter (DekaBank), Christoph Kutt (DZ BANK AG), Ulf Krauss (Helaba), Sintje Boie (Hamburg Commercial Bank AG), Dr. Jens-Oliver Niklasch (LBBW) und Christian Lips (NORD/LB) stellen ihre Erwartungen für die Kapitalmärkte vor. mehr

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18. März 2019: VÖB-Positionen zur Europawahl 2019

Im Mai werden die Weichen für die Stabilität und Zukunftsfähigkeit Europas gestellt. Damit die deutschen und europäischen öffentlichen Banken weiterhin ihren starken Beitrag zu einem wettbewerbsfähigen Europa leisten können, brauchen wir zukunftsorientierte Rahmenbedingungen. mehr