MAD/MAR - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

1. Juni 2016: MAD/MAR

EU-Sterne
Zum 3. Juli 2016 müssen die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) die Marktmissbrauchsverordnung (Market Abuse Regulation, MAR) und die überarbeitete Marktmissbrauchsrichtlinie (Market Abuse Directive – MAD) umsetzen. Da die MAR aufgrund ihrer unmittelbaren Wirkung in den Mitgliedstaaten – teilweise verschärfend – zahlreiche nationale kapitalmarktrechtliche Regelungen ersetzt, werden die bisherigen Regelungen in Deutschland durch das Erste Finanzmarktnovellierungsgesetz (FiMaNoG) angepasst. In diesem Zuge werden ebenfalls die Regelungen der MAD in nationales Recht umgesetzt. Daneben sind von der Europäischen Kommission weitere konkretisierende Rechtsakte (Level-II-Rechtsakte) zu erlassen.

Neu ist die Erweiterung des Anwendungsbereiches auf Schuldtitel (beispielsweise Anleihen) des Emittenten sowie das Handelsverbot der Führungskraft von 30 Tagen vor Veröffentlichung eines Zwischen- oder Jahresabschlussberichts (Closed Period).

Betroffen sind zudem künftig auch Emittenten, die für ihre Finanzinstrumente eine Einbeziehung in den Freiverkehr beantragt oder der Einbeziehung zugestimmt haben. Sie trifft – wie Emittenten im regulierten Markt – zukünftig die Verpflichtung zur Ad-hoc-Publizität sowie zum Führen von Insiderlisten und zur Meldung von Director‘s Dealings. In Erweiterung des Informationsumfangs sind künftig für Insiderlisten neben dem Datum die genaue Uhrzeit über den Zugang zur Insiderinformation, der Geburtsname des Insiders und dessen private Telefonnummern (Festnetz und Handy) zu dokumentieren. Neuerungen gibt es auch für die Eigengeschäfte von Führungskräften. Der Emittent muss fortlaufend eine Liste mit den Führungskräften und eng verbundenen Personen führen. Die Führungskraft ist über ihre Pflichten schriftlich zu unterrichten. Die Führungskraft selbst muss mit ihr eng verbundene Personen schriftlich aufklären und die Dokumentation hierzu aufbewahren. Die Meldefrist der Director‘s Dealings wird von fünf auf drei Geschäftstage nach dem Geschäft verkürzt. Diese Frist gilt sowohl für die Meldung durch die Führungskraft als auch für die Offenlegungspflicht durch den Emittenten. Schöpft die Führungskraft beziehungsweise die eng verbundene Person die gesetzliche Frist aus, kann der Emittent nicht rechtzeitig veröffentlichen. Der Emittent könnte somit in den Anwendungsbereich von Sanktionen fallen.

Für die praktische Umsetzung bis zum 3. Juli 2016 ist zudem kritisch, dass von der Europäischen Kommission noch nicht alle notwendigen delegierten Rechtsakte veröffentlicht wurden.

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Im aktuellen VÖB Digital zeichnen wir die Entwicklung der KI nach und klären auf, welche Leistungsfähigkeit sie heute tatsächlich erreicht. Zudem wollen wir aufzeigen, in welchen Bereichen KI Einfluss auf die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit von Banken nehmen wird. mehr

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Unsere Publikation (inkl. A3-Poster) gibt Ihnen eine Übersicht über die wichtigsten Institutionen im Bereich der Regulierung und Aufsicht im Bankensektor sowie ihre jeweiligen Hauptaufgaben. mehr

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24. Juni 2019: Fördergeschäft in Deutschland 2009 - 2018: Aktivitäten der deutschen Förderbanken

Die 19 Förderbanken des Bundes und der Bundesländer setzen den Großteil der öffentlichen Förderung in Deutschland um. mehr