4. EU-Anti-Geldwäscherichtlinie - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

5. Juni 2015: 4. EU-Anti-Geldwäscherichtlinie

Die 4. Europäische-Anti-Geldwäscherichtlinie bringt einige Neuerungen mit sich. So sollen eingetragene Gesellschaften sowie sonstige juristische Personen präzise und aktuelle Angaben zu ihren wirtschaftlichen Berechtigten vorhalten. Diese Informationen sollen in einem zentralen Register in jedem Mitgliedstaat aufbewahrt werden. Wir begrüßen diese Vorgaben, da sie den Kreditinstituten eine wichtige Informationsquelle bei der Erfüllung ihrer kundenbezogenen Sorgfaltspflichten zur Verfügung stellen. Auch die künftige Ermittlung von Drittländern mit strategischen Mängeln in ihren nationalen Geldwäschebekämpfungssystemen durch die EU-Kommission bewerten wir positiv, da sie die Analyse von Risiken durch die nach der Richtlinie Verpflichteten erleichtert. Schließlich wird klargestellt, dass die Verarbeitung personenbezogener Daten auf der Grundlage der EU-Anti-Geldwäscherichtlinie zu Zwecken der Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung als Angelegenheit des öffentlichen Interesses im Rahmen des Datenschutzrechts anzusehen ist.
Bei der Behandlung von politisch exponierten Personen unterscheidet der Wortlaut der neuen Richtlinie nicht mehr zwischen inländischen und ausländischen Personen. Eine solche Unterscheidung ist nach bisher aktuellem Recht möglich. Hier wäre es sinnvoll, wenn der der gesamten überarbeiteten Richtlinie zugrundeliegende risikobasierte Ansatz eine Differenzierung im Einzelfall zuließe. Zu erwähnen ist zudem die deutliche Verschärfung der Sanktionen bei Verstößen gegen die Pflichten der neuen EU-Anti-Geldwäscherichtlinie.

Publikationen

1. April 2019: VÖB Digital: Eigenregie oder Outsourcing?

Eine starke deutsche und europäische Volkswirtschaft braucht starke heimische Banken. Wie erfolgreich sich die deutschen und europäischen Banken im internationalen Wettbewerb positionieren werden, hängt entscheidend davon ab, wie ihnen die Digitalisierung ihrer Geschäftsmodelle und -prozesse gelingt. mehr

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28. März 2019: VÖB Kapitalmarktprognose – März 2019

Die Kapitalmarktexperten der VÖB-Mitgliedsinstitute Alexander Aldinger (BayernLB), Michael Klawitter (DekaBank), Christoph Kutt (DZ BANK AG), Ulf Krauss (Helaba), Sintje Boie (Hamburg Commercial Bank AG), Dr. Jens-Oliver Niklasch (LBBW) und Christian Lips (NORD/LB) stellen ihre Erwartungen für die Kapitalmärkte vor. mehr

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18. März 2019: VÖB-Positionen zur Europawahl 2019

Im Mai werden die Weichen für die Stabilität und Zukunftsfähigkeit Europas gestellt. Damit die deutschen und europäischen öffentlichen Banken weiterhin ihren starken Beitrag zu einem wettbewerbsfähigen Europa leisten können, brauchen wir zukunftsorientierte Rahmenbedingungen. mehr