Aktionärsrechte-Richtlinie - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

29. August 2015: Aktionärsrechte-Richtlinie

Die Europäische-Kommission hat im April 2014 einen Vorschlag zur Überarbeitung der Aktionärsrechte-Richtlinie 2007/36/EU vorgelegt. Die derzeitige Aktionärsrechte-Richtlinie gilt für alle Gesellschaften mit Sitz in einem Mitgliedstaat, deren Aktien zum Handel an einem in einem Mitgliedstaat gelegenen oder dort betriebenen geregelten Markt zugelassen sind.
Nachdem die Arbeit an der Richtlinie nach den Wahlen zum Europäischen Parlament wieder aufgenommen worden war, jedoch durch eine Verweisung aus dem zuständigen Justizausschuss an das Plenum verzögert wurde, einigte sich das Parlament am 8. Juli 2015 auf seine Position, indem das Plenum positiv über den Bericht abstimmte.
Die Novelle, die Transparenz und langfristige Investitionen in Unternehmen fördern soll, sieht Regelungen zur besseren Identifizierung der Aktionäre vor, präzisiert die Aufgaben der Intermediäre und fordert die Offenlegung der Preise, Gebühren und Entgelte für die einzelnen Dienstleistungen. Die Forderung des Parlaments nach der Aufnahme des „Country-by-Country-Reporting“, also dem Offenlegen der länderspezifischen Steuerpflicht von Unternehmen, in die Richtlinie wird jedoch von vielen als sehr kritisch gesehen.
Institutionelle Anleger und Vermögensverwalter sollen Aktionäre in ihre Anlagestrategie einbeziehen, und ihre Anlagestrategie und deren Ergebnisse sowie Informationen über ihr Abstimmungsverhalten bei Hauptversammlungen und auf deren Internetseite veröffentlichen. Die Hauptversammlung soll künftig alle drei Jahre über die Vergütungspolitik für die Unternehmensleitung abstimmen, wobei verschiedene Auskünfte erteilt werden müssen. Im Rat der EU besteht bereits eine gemeinsame generelle Ausrichtung. Die Trilogverhandlungen werden voraussichtlich im September beginnen.

Publikationen

1. April 2019: VÖB Digital: Eigenregie oder Outsourcing?

Eine starke deutsche und europäische Volkswirtschaft braucht starke heimische Banken. Wie erfolgreich sich die deutschen und europäischen Banken im internationalen Wettbewerb positionieren werden, hängt entscheidend davon ab, wie ihnen die Digitalisierung ihrer Geschäftsmodelle und -prozesse gelingt. mehr

Publikationen

28. März 2019: VÖB Kapitalmarktprognose – März 2019

Die Kapitalmarktexperten der VÖB-Mitgliedsinstitute Alexander Aldinger (BayernLB), Michael Klawitter (DekaBank), Christoph Kutt (DZ BANK AG), Ulf Krauss (Helaba), Sintje Boie (Hamburg Commercial Bank AG), Dr. Jens-Oliver Niklasch (LBBW) und Christian Lips (NORD/LB) stellen ihre Erwartungen für die Kapitalmärkte vor. mehr

Publikationen

18. März 2019: VÖB-Positionen zur Europawahl 2019

Im Mai werden die Weichen für die Stabilität und Zukunftsfähigkeit Europas gestellt. Damit die deutschen und europäischen öffentlichen Banken weiterhin ihren starken Beitrag zu einem wettbewerbsfähigen Europa leisten können, brauchen wir zukunftsorientierte Rahmenbedingungen. mehr