Datenschutzrecht - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

10. Juli 2014: Datenschutzrecht

Ziel des Gesetzes soll es zum einen sein, den Schutz von Verbrauchern gegen die unzulässige Erhebung, Verarbeitung und Nutzung ihrer Daten zu verbessern. Zu diesem Zweck soll ein Verbandsklagerecht in Bezug auf datenschutzrechtliche Verstöße eingeführt werden. Zum anderen soll verständlicher geregelt werden, welche Formanforderungen die Verwender von Allgemeinen Geschäftsbedingungen, insbesondere in Verbraucherverträgen, vereinbaren können. Um diese Ziele zu erreichen, enthält der Gesetzentwurf unter anderem folgende Regelungen:

Änderung des Unterlassungsklagengesetzes (UKlaG)

Nach dem Unterlassungsklagengesetz haben anspruchsberechtigte Stellen (z. B. Verbraucherverbände, Wirtschaftsverbände, Industrie- und Handelskammern) einen Unterlassungsanspruch, wenn ein Unternehmer gegenüber Verbrauchern Allgemeine Geschäftsbedingungen verwendet, die gegen datenschutzrechtliche Vorschriften verstoßen. So kann zum Beispiel die Verwendung von vorformulierten datenschutzrechtlichen Einwilligungen verhindert werden, die nicht den Anforderungen des BDSG entsprechen. Es ist jedoch unklar, ob die anspruchsberechtigten Stellen auch dann einen Unterlassungsanspruch haben, wenn ein Unternehmer in anderer Weise als durch die Verwendung von Allgemeinen Geschäftsbedingungen gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen verstößt. Diese Frage soll durch eine Ergänzung des Unterlassungsklagengesetzes insofern geklärt werden, als datenschutzrechtliche Vorschriften ausdrücklich in den Katalog der Verbraucherschutzgesetze aufgenommen werden.

Änderung im AGB-Recht

Der Gesetzentwurf weist darauf hin, dass sich in Allgemeinen Geschäftsbedingungen für Verträge, die im Internet geschlossen werden, häufig Klauseln finden, die für Kündigungen und andere Erklärungen des Verbrauchers die Schriftform vorsehen. Verbraucher meinen dann – so der Gesetzentwurf – meist, dass sie die Erklärung nur auf Papier mit eigenhändiger Unterschrift abgeben können. Sie wissen nicht, dass nach den Auslegungsregelungen in § 127 Abs. 2 und 3 BGB hierfür die Textform (E-Mail oder Telefax) ausreicht. Um dieses Missverständnis zu vermeiden und die Rechtsstellung der Verbraucher zu verbessern, soll künftig in Allgemeinen Geschäftsbedingungen für Erklärungen von Verbrauchern, die gegenüber dem Verwender oder einem Dritten abzugeben sind, wirksam nur noch Textform vereinbart werden können.

Publikationen

4. Juli 2019: VÖB Digital: Künstliche Intelligenz in der Kreditwirtschaft

Im aktuellen VÖB Digital zeichnen wir die Entwicklung der KI nach und klären auf, welche Leistungsfähigkeit sie heute tatsächlich erreicht. Zudem wollen wir aufzeigen, in welchen Bereichen KI Einfluss auf die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit von Banken nehmen wird. mehr

Publikationen

2. Juli 2019: Regulierung und Aufsicht im Bankensektor - Ein Überblick über die Institutionen

Unsere Publikation (inkl. A3-Poster) gibt Ihnen eine Übersicht über die wichtigsten Institutionen im Bereich der Regulierung und Aufsicht im Bankensektor sowie ihre jeweiligen Hauptaufgaben. mehr

Publikationen

24. Juni 2019: Fördergeschäft in Deutschland 2009 - 2018: Aktivitäten der deutschen Förderbanken

Die 19 Förderbanken des Bundes und der Bundesländer setzen den Großteil der öffentlichen Förderung in Deutschland um. mehr