Erste Erfahrungen und weitere Herausforderungen bei Instant Payments - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

20. Februar 2018: Erste Erfahrungen und weitere Herausforderungen bei Instant Payments

Seit dem 21. November 2017 können in Europa Echtzeitüberweisungen im SEPA-Instant Payments-Verfahren abgewickelt werden. Bisher werden allerdings täglich nur wenige Tausend der neuen Echtzeitüberweisungen verarbeitet. Grund ist die bisher niedrige Beteiligung der Banken und Kunden in Europa. In Deutschland sind zwar bisher bereits gut 400 Sparkassen, Landesbanken, die DKB und Weberbank sowie die Unicredit (HVB) und die Hanseatic Bank dem SEPA-Instant Payments Verfahren beim European Payments Council (EPC) beigetreten.
Mit Ausnahme der beiden Privatbanken planen diese Institute aber erst zum 10. Juli 2018 die technische Realisierung, das heißt die aktive und passive Erreichbarkeit für die Institute und deren Kunden. Zum November 2018 werden die Volks- und Raiffeisenbanken sowie weitere Privatbanken folgen. Die Deutsche Bundesbank wird ihren Kunden wohl nicht vor Mitte 2019 Echtzeitüberweisungen anbieten. Die „EBA Clearing“ kann, als bisher einziges europaweit agierendes Clearinghaus, aktuell die Verrechnung und das Settlement von Instant Payments innerhalb der vorgegebenen maximal 10 Sekunden umsetzen.
Die ersten Wochen des Live-Betriebs waren offensichtlich erfolgreich. Erste Erfahrungen der aktiven Banken zeigen, im Vergleich zum übrigen SEPA-Zahlungsverkehr, noch eine relativ hohe Rate von abgewiesenen Instant-Payments, da nicht alle der umfangreichen technischen und rechtlichen Vorgaben an die einzelne Zahlung von den bisher aktiven Banken in Europa erfüllt werden. Dies sind für alle Beteiligten wichtige Erkenntnisse auf dem noch langen Weg zur Umsetzung von Produkten und Lösungen für Privat- und Firmenkunden auf Basis von Instant Payments in Deutschland und Europa. Sicher wird mit einer weitgehenden Erreichbarkeit für SEPA-Instant Payments in Europa nicht vor dem Jahr 2020 zu rechnen sein.

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1. April 2019: VÖB Digital: Eigenregie oder Outsourcing?

Eine starke deutsche und europäische Volkswirtschaft braucht starke heimische Banken. Wie erfolgreich sich die deutschen und europäischen Banken im internationalen Wettbewerb positionieren werden, hängt entscheidend davon ab, wie ihnen die Digitalisierung ihrer Geschäftsmodelle und -prozesse gelingt. mehr

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Die Kapitalmarktexperten der VÖB-Mitgliedsinstitute Alexander Aldinger (BayernLB), Michael Klawitter (DekaBank), Christoph Kutt (DZ BANK AG), Ulf Krauss (Helaba), Sintje Boie (Hamburg Commercial Bank AG), Dr. Jens-Oliver Niklasch (LBBW) und Christian Lips (NORD/LB) stellen ihre Erwartungen für die Kapitalmärkte vor. mehr

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18. März 2019: VÖB-Positionen zur Europawahl 2019

Im Mai werden die Weichen für die Stabilität und Zukunftsfähigkeit Europas gestellt. Damit die deutschen und europäischen öffentlichen Banken weiterhin ihren starken Beitrag zu einem wettbewerbsfähigen Europa leisten können, brauchen wir zukunftsorientierte Rahmenbedingungen. mehr