EU-Cybersicherheitsakt: Neues Zertifizierungsrahmenwerk für Informations- und Kommunikationstechnik - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

17. Januar 2019: EU-Cybersicherheitsakt: Neues Zertifizierungsrahmenwerk
für Informations- und
Kommunikationstechnik

Zum Abschluss des Trilogverfahrens zum neuen „Rechtsakt zur Cybersicherheit“ haben sich die Europäische Kommission, das Europäische Parlament sowie der Rat am 10. Dezember 2018 auf den finalen Vorschlag für die neue „Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über die ,EU-Cybersicherheitsagentur‘ (ENISA), zur Aufhebung der Verordnung (EU) Nr. 526/2013 sowie über die Zertifizierung der Cyber-
sicherheit von Informations- und Kommu-
nikationstechnik“ (IKT) verständigt.
Der Rechtsakt überträgt einerseits der ENISA neue, umfangreiche Zuständigkeiten bei der Abwehr von Cybersicherheitsrisiken durch die Koordination von Aufgaben zwischen den Marktteilnehmern, insbesondere den EU-Mitgliedstaaten.
Neu und zweiter Bestandteil der Verordnung ist die Etablierung eines einheitlichen europäischen Zertifizierungsrahmens, innerhalb dessen sicherheitsrelevante Produkte und Dienste der IKT in der Europäischen Union (EU) anhand einheitlicher Anforderungen geprüft und zertifiziert werden.
Die Zertifikate sollen EU-weit anerkannt werden. Die EU-Kommission wird in ihrem Arbeitspro-
gramm die Bereitstellung von Zertifizierungen für bestimmte Produkte vorgeben. Zwei neu zu gründende Arbeitsgruppen, bestehend aus Marktteilnehmern einerseits, andererseits zusammen-
gesetzt aus nationalen Sicherheitsbehörden wie beispielsweise dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), sollen Empfehlungen ausgeben.
Inwieweit der Finanzsektor betroffen sein wird, werden aus unserer Sicht die weiteren Abstim-
mungen ergeben. Die neue Verordnung soll nach Abstimmung im Europäischen Parlament Anfang März 2019 bereits Ende April, gegebenenfalls Anfang Mai 2019 in Kraft treten.

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