EU-Parlament beschließt Überarbeitung der Zahlungsdiensterichtlinie (PSDII) - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

14. Oktober 2015: EU-Parlament beschließt Überarbeitung der Zahlungsdiensterichtlinie (PSDII)

Das Europäische Parlament hat am 8. Oktober 2015 die Überarbeitung der Zahlungsdiensterichtlinie (PSDII) verabschiedet. Nach der Annahme durch die Mitgliedstaaten dürfte die Richtlinie noch in diesem Jahr in Kraft treten. Für die nationale Umsetzung der Richtlinie haben die Mitgliedstaaten maximal 24 Monate Zeit. Somit dürften die Regelungen der PSD II voraussichtlich Ende des Jahres 2017 ihre Wirkungen in den nationalen Gesetzen entfalten.

Die Regelungen zum Kontozugang durch Dritte und die daraus resultierenden technischen und geschäftspolitischen Herausforderungen für die kontoführenden Banken sind der Schwerpunkt der PSD II. Unmittelbar betroffen von den neuen Zahlungsdiensten für Dritte (Zahlungsauslösedienst, Kontoinformationsdienst und Drittkartenemittent) sind alle Institute, die Zahlungskonten führen und ihren Kunden Online-Banking anbieten.

Drei neue Zahlungsdienste sollen Dritten (Nichtbanken) Zugang zu Bankkonten verschaffen:
- Kontoinformationsdienst (KID): z.B. die Abfrage und anschließende Aufbereitung von Kontoinformationen im für den Kunden
- Zahlungsauslösedienst (ZAD): z.B. Auslösung einer Zahlung (Überweisung) durch einen Dritten, der vom Kunden (Kontoinhaber) beauftragt wurde, bspw. im e-commerce
- Zahlungsinstrumenteherausgeber (Payment Instrument Issuer (PII): Anfrage zur Verfügbarkeit eines bestimmten Betrages auf dem Konto des Kunden durch einen Dritten (um anschließend eine Zahlung, bspw. Lastschrift zu initiieren)

Die European Banking Authority (EBA) wird beauftragt die Anforderungen zur neuen Schnittstelle zwischen kontoführendem Institut und Dritten zu definieren, über die die neuen Zahlungsdienste abgewickelt werden soll. Eine Konsultation soll im 1. Halbjahr 2016 erfolgen. Die EBA-Standards sollen dann bis Ende 2016 vorliegen. Vorbehaltlich der Zustimmung durch die EU-Kommission verbleiben dann 18 Monate für die Umsetzung der EBA-Vorgaben.

Die PSD II dürfte somit Auswirkungen auf die technische Infrastruktur der kontoführenden Institute sowie insbesondere die Ausgestaltung und Nutzung des Online-Bankings in Deutschland haben.

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17. Oktober 2019: Aktuelle Positionen zur Banken- und Finanzmarktregulierung

Die jüngste Ausgabe der „Aktuellen Positionen zur Banken- und Finanzmarktregulierung“ informiert über den Sachstand der wichtigsten Regulierungsthemen und die Positionen des VÖB. mehr

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Die Kapitalmarktexperten der VÖB-Mitgliedsinstitute Alexander Aldinger (BayernLB), Dr. Ulrich Kater (DekaBank), Birgit Henseler (DZ BANK AG), Ulf Krauss (Helaba), Sintje Boie (Hamburg Commercial Bank AG), Dr. Jens-Oliver Niklasch (LBBW) und Christian Lips (NORD/LB) stellen ihre Erwartungen für die Kapitalmärkte vor. mehr

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16. September 2019: VÖB Aktuell – September 2019

Mit VÖB Aktuell informieren wir quartalsweise über finanzwirtschaftlich wichtige nationale, europäische und internationale Gesetzgebungsvorhaben. Dabei positionieren wir uns kurz und prägnant zu aktuellen Vorhaben und Themen und berichten über deren jeweiligen Sachstand. mehr