Instant Payments – EPC arbeitet an Verfahren für Überweisungen in Echtzeit - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

Instant Payments – EPC arbeitet an Verfahren für Überweisungen in Echtzeit

Instant Payments sind nach Vorstellung der EZB Zahlungen, über die der Empfänger innerhalb von Sekunden nach der Beauftragung verfügen kann, beispielsweise zwischen Privatpersonen (P2P) per Smartphone initiiert. Wobei von der EZB grundsätzlich auch die Nutzung durch Unternehmen oder die öffentliche Hand beabsichtigt wird.
Das Euro Retail Payments Board (ERPB) unter Lei-tung der EZB hat folgende Anforderungen an ein einheitliches europäisches Instant Payments-Verfahren formuliert: Eine pan-europäische Lösung für den Massenzahlungsverkehr in Euro, die rund um die Uhr (24/7/365) verfügbar ist und eine (nahezu) unmittelbare Bestätigung der Zahlung für den Zahlungsempfänger beinhaltet sowie eine Information für den Zahler zur Folge hat. Darüber hinaus soll die Lösung eine Erreichbarkeit möglichst aller Zahlungsdienstleister in Europa sicherstellen und Interoperabilität für bestehende nationale Lösungen bieten. Nach Auffassung des ERPB ist dafür das etablierte SEPA-Überweisungsverfahren die geeignete Basis.
Das Europeant Payments Council (EPC) hat in den letzten Wochen ein Konzept für ein Instant Payment-Verfahren auf Basis der SEPA-Überweisung (SCTinst) erarbeitet. Das Ergebnis soll dem ERPB Ende November 2015 vorgestellt werden. Bei angenommener Zustimmung zu dem Konzept dürfte das EPC beauftragt werden bis November 2016 das EPC-Regelwerk zum SCTinst-Verfahren zu entwickeln. Im November 2017 soll ein Beitrittsverfahren zum SCTinst-Verfahren beim EPC gestartet werden, analog zu den anderen SEPA-Zahlverfahren. Bereits im Laufe des Jahre 2018 soll das SCTinst-Verfahren zur Anwendung kommen.
Das aktuelle Vorgehen der EZB beziehungsweise des von ihr geführten ERPB und infolge dessen des EPC erscheint zumindest bedenklich. Die übereilte Festlegung auf die SEPA-Überweisung als die einzig mögliche Basis eines europaweiten Instant Payments-Verfahren mag in Anbetracht des politischen Drucks und des vom ERPB vorgegebenen ambitionierten Zeitrahmens nachvollziehbar sein. Jedoch bleibt abzuwarten, welche Instant Payments-Verfahren auf Basis von SCTinst die politischen Erwartungen erfüllen können.

Publikationen

1. April 2019: VÖB Digital: Eigenregie oder Outsourcing?

Eine starke deutsche und europäische Volkswirtschaft braucht starke heimische Banken. Wie erfolgreich sich die deutschen und europäischen Banken im internationalen Wettbewerb positionieren werden, hängt entscheidend davon ab, wie ihnen die Digitalisierung ihrer Geschäftsmodelle und -prozesse gelingt. mehr

Publikationen

28. März 2019: VÖB Kapitalmarktprognose – März 2019

Die Kapitalmarktexperten der VÖB-Mitgliedsinstitute Alexander Aldinger (BayernLB), Michael Klawitter (DekaBank), Christoph Kutt (DZ BANK AG), Ulf Krauss (Helaba), Sintje Boie (Hamburg Commercial Bank AG), Dr. Jens-Oliver Niklasch (LBBW) und Christian Lips (NORD/LB) stellen ihre Erwartungen für die Kapitalmärkte vor. mehr

Publikationen

18. März 2019: VÖB-Positionen zur Europawahl 2019

Im Mai werden die Weichen für die Stabilität und Zukunftsfähigkeit Europas gestellt. Damit die deutschen und europäischen öffentlichen Banken weiterhin ihren starken Beitrag zu einem wettbewerbsfähigen Europa leisten können, brauchen wir zukunftsorientierte Rahmenbedingungen. mehr