Stufe 2 der SEPA-Migration und SEPA Card Clearing erfolgreich umgesetzt - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

2. Februar 2016: Stufe 2 der SEPA-Migration und SEPA Card Clearing erfolgreich umgesetzt

Seit dem 1. Februar 2016 wird für Transaktionen in den Kartenzahlungssystemen der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) an Kassenterminals (girocard-System) und Geldautomaten (Deutsches Geldautomaten-System) ausschließlich der neue europäische Standard SEPA Card Clearing (SCC) genutzt. Die nationalen Clearingformate wurden in diesen Systemen ersetzt, ebenso wie bei der SEPA-Überweisung und -Lastschrift.

Damit ist die SCC-Migration, deren Planungen bereits im Jahr 2013 begannen, fristgerecht im operativen Bereich und mit dem notwendigen Engagement von Verbänden, Banken und Sparkassen, Rechenzentren, Netzbetreibern, Clearinghäusern und Prozessoren erfolgreich abgeschlossen.

Zum 1. Februar 2016 sind auch die in den vergangenen 24 Monaten geltenden nationalen Ausnahmeregelungen gemäß der SEPA-Verordnung entfallen. Das bisherige (optionale) Angebot von Banken an Verbraucher, Kontonummer und Bankleitzahl bei der Beauftragung nationaler Zahlungen zu nutzen bzw. diese zu konvertieren, ist gesetzlich nicht mehr erlaubt. Institute können aber die Ermittlung der IBAN für SEPA-Zahlungen in ihren Onlineauftritten anbieten.

Zum 1. Februar 2016 ist gleichzeitig der gesetzlich gewährte Bestandsschutz zur Abwicklung von bisher jährlich bis zu 900 Millionen Transaktionen aus dem Elektronischen Lastschriftverfahren (ELV) des Handels in den bisherigen nationalen Zahlverfahren ausgelaufen. Um die über diesen Zeitpunkt hinaus gehende gesetzeskonforme Abwicklung des ELV zu gewährleisten, wurde von den Betreibern eine Variante in den SEPA-Zahlverfahren weitgehend implementiert.

Bei all den vorbenannten Umstellungen zum 1. Februar 2016 wurden keine signifikanten Unregelmäßigkeiten in der Abwicklung des Zahlungsverkehrs in Deutschland festgestellt.

Mehr zum SCC-Standard: www.berlin-group.de

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