Start des New EPC - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

3. Februar 2015: Start des New EPC

Am 28. Januar 2015 haben die zuständigen belgi-schen Behörden die neue „Charter“ des European Payments Council (EPC) bestätigt. Damit ist das „New EPC“ ab diesem Stichtag etabliert. Die neuen Gremien des EPC, insbesondere die Gesellschafterversammlung (General Assembly) sowie das neue EPC-Board sind somit handlungsfähig. Die Arbeitsgruppen zur Pflege und Weiterentwicklung der SEPA-Zahlverfahren werden voraussichtlich noch im
1. Quartal 2015 im Rahmen einer Board-Sitzung initiiert, wobei an die positiven Erfahrungen aus den letzten Jahren angeschlossen werden soll.
Von der nunmehr bestehenden Option, dass alle europäischen Zahlungsdienstleister direkt oder über ihre Verbände Mitglied im EPC werden können, haben bisher zwei Banken (UniCredit Bank AG/Deutschland und ICCREA Banca/Italien) sowie vier Verbände (STUZZA/Österreich, Febelfin/Belgien, Malta Bankers’ Association und die europäischen Verbände für Zahlungsinstitute (EPIF) und E-Geld-Institute (EMA)) Gebrauch gemacht. Die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) wird wie bisher in allen relevanten Gremien des EPC vertreten sein.
Die zentralen Aufgaben: Pflege und Weiterentwicklung der SEPA-Zahlverfahren für Überweisung und Lastschrift (Scheme Management) sowie Formulierung und Ausarbeitung von Positionen der europäischen Kreditwirtschaft zu weiteren und insbesondere innovativen Themen des Massenzahlungsverkehrs in Europa, können nun aktiv vorangetrieben werden. Eine Orientierung des „New EPC“ an den Themen des European Retail Payment Board (ERPB) unter Leitung der EZB ist insofern naheliegend.
Ein erster Härtetest für das neu strukturierte EPC dürfte die Auseinandersetzung um das Thema „instant payments“ werden. Die EZB hat hier sehr weitreichende Wunschvorstellungen im Sinne eines elektronischen Verfahrens mit 24/7/365 - Verfügbarkeit und geldlichen Verrechnung in nahezu Echtzeit geäußert. Solche Lösungen dürften tiefgreifende und extrem kostenintensive Änderungen in der Abwicklung des Massenzahlungsverkehrs zur Folge haben. Es liegt nun am EPC im Rahmen des vom ERPB geforderten „Assestment of issues“ bis Mitte des Jahres 2015 auf die tatsächliche Marktnachfrage und Kost-Nutzen-Analyse für Massenzahlungsverkehr in nahezu Echtzeit hinzuweisen. Darüber hinaus sollten die gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Zahlungsdienstleister in Bezug auf die Geldwäsche-bekämpfung sowie Risiko- und Liquiditätsmanagement betont werden, die kaum mit Echtzeit-Verarbeitung im Massenzahlungsverkehr in Einklang zu bringen sind.

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18. März 2019: VÖB-Positionen zur Europawahl 2019

Im Mai werden die Weichen für die Stabilität und Zukunftsfähigkeit Europas gestellt. Damit die deutschen und europäischen öffentlichen Banken weiterhin ihren starken Beitrag zu einem wettbewerbsfähigen Europa leisten können, brauchen wir zukunftsorientierte Rahmenbedingungen. mehr