Unterscheidung notwendig: „Blockchain“-Technologie versus „Kryptowährung“ - Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

8. Dezember 2017: Unterscheidung notwendig: „Blockchain“-Technologie versus „Kryptowährung“

Bei den weltweit derzeit circa 1.500 bekannten „Kryptowährungen“, wie zum Beispiel Bitcoin, Ethereum oder Ripple, handelt es sich um privat geschaffene, digitale Werteinheiten, die weder Zentralbankgeld, noch gesetzliche Zahlungsmittel sind. Die hinter den meisten „Kryptowährungen“ stehende Technologie ist als „Blockchain“-Technologie (Distributed Ledger-Technologie) bekannt.
Diese grundlegende Technologie ist bereits mit den heutigen Einsatzmöglichkeiten, zum Beispiel in der Wertpapier-Abwicklung, von grundlegender Bedeutung für die Innovation in der Finanzwirtschaft und hat zugleich großes Entwicklungspotenzial. Bei den „Kryptowährungen“ werden derzeit Fragen des Verbraucherschutzes, der Unterstützung der EU-weiten Regelung zur Geldwäsche und Eindämmung krimineller Aktivitäten allgemein im Zusammenhang mit ergänzenden Regulierungen erörtert.
Wir meinen, dass die Innovationschancen der Blockchain-Technologie bei zukünftiger Regulierung von „Kryptowährungen“ in unserer zunehmend dezentralen, digitalen Welt unbedingt erhalten werden müssen. Dabei sollten speziell auch unnötige Hindernisse oder Ausschlüsse bei der Verwendung von öffentlichen „Blockchains“ vermieden werden. Auch hier können grundsätzlich Identifizierungsdienste (KYC) berücksichtigt werden. Besonders diese dezentralen Technologien besitzen den Vorteil der sicheren Vernetzung und der Bildung von Ökosystemen unter Einbeziehung verschiedenster Anbietergruppen, Geschäftsmodelle und Blockchain-Technologien.
Insgesamt muss bei der Regulierung ganz grundlegend zwischen Token-Technologien mit verbundenen digitalen Geschäftsmodellen und reinen „Kryptowährungen“ unterschieden werden. Aus heutiger Sicht bedarf es keiner weitergehenden Regulierung innovativer Token-Technologien an sich.

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Die Kapitalmarktexperten der VÖB-Mitgliedsinstitute Alexander Aldinger (BayernLB), Michael Klawitter (DekaBank), Christoph Kutt (DZ BANK AG), Ulf Krauss (Helaba), Sintje Boie (Hamburg Commercial Bank AG), Dr. Jens-Oliver Niklasch (LBBW) und Christian Lips (NORD/LB) stellen ihre Erwartungen für die Kapitalmärkte vor. mehr

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18. März 2019: VÖB-Positionen zur Europawahl 2019

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