FINREP-2.9-Beitrag zur Konsultation

Bis zum 27. November 2018 stand der Vorschlag der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) für die überarbeitete Meldung von Finanzinformationen (FINREP-Rahmenwerk 2.9) zur Konsultation.

Mit Blick auf den Aktionsplan zum NPL-Abbau sollen granulare Angaben zu Non-performing und Forborne Exposures (NPE & FBE) von allen Instituten und weitere Aufgliederungen hierzu von Instituten mit einer NPL-Quote von über 5 Prozent gemeldet werden.

Die EBA fordert einige über das übliche Finanzreporting hinausgehende Daten zur Profitabilität, Kostenstruktur und zum Geschäftsmodell sowie weitere Angaben, die in den IT-Systemen der Banken, die an den Finanzdatenhaushalt angebundenen sind, derzeit nicht hinterlegt sind. Die Datenanforderungen steigen damit erheblich und etablieren FINREP als übergeordnete Datensammlung. Erster Meldestichtag soll der 31. März 2020 sein. 

Innerhalb der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) wurde unter Berücksichtigung der Diskussionen in unseren Gremien, der Rückmeldungen der VÖB Institute und der Erkenntnisse aus der öffentlichen Anhörung eine Stellungnahme erarbeitet und der EBA übermittelt. Unsere Kritik gilt den zu eng gesetzten Umsetzungsfristen, dem nicht ausreichend berücksichtigten Proportionalitätsprinzip, dem fehlenden Verständnis für die derzeitige Datenverfügbarkeit (zum Beispiel Loan-To-Value Ratios) sowie den ausgewählten Definitions- und Ausweisvorgaben. Wir setzen uns für die inhaltliche und zeitliche Harmonisierung von FINREP 2.9 und der kürzlich ebenfalls von der EBA konsultierten erweiterten NPL-Offenlegung ein.