Regulierung für Echtzeitzahlung droht

Die Europäische Kommission hat das European Payments Council (EPC) aufgefordert, alle notwendigen Maßnahmen einzuleiten, um die SEPA-Regularien für Echtzeitzahlungen einzuhalten.

Unabhängig von der fehlenden direkten Handhabe des EPC wird der politische Druck auf die Institute erheblich größer, die Echtzeitzahlung zu unterstützen.

Die Echtzeitzahlungen sind zwar ein optionales Verfahren, sie unterliegen aber den SEPA-Regularien. Daher muss die kritische Masse in den 28 EU-Ländern innerhalb von drei Jahren nach der Einführung erreicht werden, also bis zum 20. November 2020. 

Derzeit unterstützen zwar mehr als die Hälfte der europäischen Banken das Echtzeitverfahren, jedoch gibt es nur drei Länder, in denen die Mehrheit der Institute die Echtzeitzahlung unterstützt. Dazu gehören Deutschland (87 %), Österreich (87 %) und Spanien (73 %). Es fehlen also noch mindestens zwölf Länder, die bis zum 20. November 2020 dieses Kriterium erfüllen müssen.

Doch die Chance, dieses Ziel zu erreichen, sieht düster aus. Es droht daher eine Fristverlängerung oder gar eine Regulierung. Theoretisch wäre auch ein Stopp der Echtzeitzahlungen in Europa denkbar. Doch das ist unwahrscheinlich, da die Kommission klargemacht hat, dass die Echtzeitzahlungen das strategische Zahlungsverkehrsmittel der Zukunft sind.

Wir gehen davon aus, dass bei einer Regulierung in relativ kurzer Zeit eine Erreichbarkeit für Echtzeitzahlungen gewährleistet sein muss. Wir weisen darauf hin, dass es dann für Institute mit großem Aufwand verbunden sein kann, die Echtzeitzahlung umzusetzen.